Gruß aus der Küche: Frankforter Woihinkelche

Von einem dieser Grabbeltische, welche in Bücherhandlungen aufgestellt werden, hatte meine Mutter dieses altertümliche Buch mit hessischen Kochrezepten aufgegabelt. Menschen in Schlaghosen oder Adidas-Trainingsanzügen verspeisen darin Schweinshaxen und trinken Äppelwoi, es muss irgendwann Ende der 70er aufgelegt worden sein. Wenn man von den diversen Bauernspeisen aus zermatschten Kartoffeln vermischt mit Irgendwas mal absieht, sind da drin immer noch einige Rezepte, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Heute: Woihinkelsche.

„Woi“ ist klar, denk ich mal: Wein. Und ein „Hinkelsche“ ist ein Hähnchen.

Man nehme:

  • Hähnchenschenkel
  • Champignons
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Riesling (oder Apfelwein)
  • Cognac zum Flambieren (oder Sherry)
  • Süße Sahne
  • Eigelb
  • Petersilie

Die Hähnchenteile mit Knoblauch abreiben, salzen und anbraten. Mit Cognac flambieren. Champignons und Zwiebeln separat anbraten. Dann Hähnchen und Champignons zusammen in einer Pfanne mit dem Riesling garen. Nach Lust und Laune Knobi und Chillis dazu, etwas Estragon oder Thymian passt auch. Eine knappe halbe Stunde ziehen lassen. Gegen Ende ca. 2 Eigelb mit einem Schuss Sahne verrühren (etwas Muskatnuss schadet nicht) und unter die Pfanne rühren. Nicht mehr aufkochen lassen, sonst flockt es aus. Mit Petersilie garnieren.

Dazu: Bratkartoffeln, am besten aus der Edelstahlpfanne. Darin werden sie einfach am besten. Etwa halbe Hitze, die Kartoffeln immer solange in Öl braten, bis sie sich von alleine lösen. Regelmäßig wenden, etwa 30 Minuten. Sowas gutes bekommt man im Restaurant nicht…!

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