Gruß aus der Küche: Schnitz und Schnitz

Vielleicht sollte ich mal erwähnen, woher diese alten Hessischen Rezepte stammen, die ich hier koche. Das Buch heißt „Kulinarische Streifzüge durch Hessen“ und ist zur Zeit vergriffen, also nur gebraucht zu kaufen. Den Fotos nach zu urteilen muss der Inhalt irgendwann in den 70er oder 80er Jahren erstellt worden sein, ein Datum findet sich im gesamten Buch keins. Offiziell gedruckt wurde es aber wohl um 1999 herum, sagt zumindest Amazon.

Nach dem Motto „De Mensch hat en Maage, un des net umsonst“ will ich also von Zeit zu Zeit ein altertümliches Rezept an dieser Stelle ausprobieren. Heute: Schnitz und Schnitz. Dieses Gericht ist wirklich alt und bäuerlich und daher auch sehr simpel; es besteht nur aus Kartoffeln, Speck und getrockneten Birnen.
Getrocknete Birnen hab ich keine, also mussten Apfelringe herhalten, was aber grad gar nichts ausmacht, Äbbel passen ja auch viel besser nach Frankfurt.

Man schneide also die Kartoffeln in Schnitze (oder Viertel, hauptsache löffelbar) und koche sie zusammen mit den Speckstücken eine Weile in Salzwasser, bis sie fast weich sind. Einige Minuten vor Ende kommen dann die getrockneten Birnen oder Äpfel dazu. Die getrockneten Birnen („Hutzeln“) sollen angeblich am Vortag in Wasser eingeweicht werden. Keine Ahnung, was für Extrembirnen unsere Vorfahren früher hatten. Die Apfelscheiben mussten jedenfalls nur für ein paar Minuten ins heiße Wasser, dann waren die gut. Vorher am besten mal ausprobieren.

Das Resultat schmeckt erstaunlich gut! Drei Zutaten, drei Geschmäcker, da braucht man eigentlich nichts optimieren. Aber eben nur „eigentlich“… ich würde doch noch ein paar Zwiebeln beimengen und vielleicht einen Schuß Sahne. Aber nur so is‘ auch gut.

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