Segeln auf der Adria 2: Ja Servus die Nachbarn!

Nach einer Woche unterwegs sein von Istrien nach Rab hatten wir in vielen schönen Buchten geankert oder auch mal an einer Boje festgemacht. Der erste Hafen auf der Insel Rab, die ACI Supertarska Draga Marina, war folglich ein kleiner Kulturschock. Hatte ich doch geglaubt, die Bayern und Österreicher würden mit ihren Schifferln nicht südlicher als Pula kommen. Doch weit gefehlt, die Autobahnen sind hier gut in Schuss und so fährt es sich flockig in 7 Stunden von München nach Rab, wie mir der bauchige Bayer vom Boot gegenüber versicherte. Er hat ein ähnlich kleines Segelbootchen wie ich (27 Fuß) und investiert eine jährliche Summe von um die 3.000 Euro für einen Liegeplatz. Nach fünf Jahren könnte er sich dafür eigentlich eine neues (und wahrscheinlich besseres!) Schiffchen kaufen. Somit steht für mich fest: hier im Norden der Adria sind die Preise einfach nur verkommen, hier werde ich mir sicherlich keinen Platz organisieren. Auch wenn es seinen Reiz hat, auf Toiletten gehen zu können, wo die Putzfrauen schon darauf warten, bis man die Kabine verlässt und wo im Hintergrund Jazz-Radio läuft. Aber nicht zu dem Preis.

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Außerdem sehe ich mich einfach noch nicht in der Reihe der sonnenverbrannten, dicklichen Typen (ich weiß, ich wiederhole mich), deren Hauptbeschäftigung es zu sein scheint, ihr Boot mit dem Wasserschlauch abzuspritzen und ansonsten mit dem Nachbarn ein Bierchen aus frei wählbarem Anlass zu köpfen. Der Kleingartenverein lässt grüßen. Mal sehen, was der Süden so bringt.

2 Gedanken zu „Segeln auf der Adria 2: Ja Servus die Nachbarn!“

    1. Ha, klasse Bezeichnung Felix! Genau so ist es.

      Ich muss mich übrigens korrigieren: die Preise für Liegeplätze werden auch weiter südlich nicht besser. Einzige Ausnahme: Marinas auf Inseln, da spart man etwa ein Drittel, z.B. Veli Rat oder Veli Iz.
      Ciao,
      Mo

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