Segeln auf der Adria 5: Die erste Überfahrt alleine

Schließlich habe ich die Überfahrt von Rab nach Krk gewagt. Die Prognose sagte zwar immer noch einiges an Wind aus Nord-Osten voraus, aber lange nicht mehr so viel wie die zwei Tage zuvor. Dazu klarer Himmel ohne Gewitter, es musste also losgehen. In der vergangenen Woche habe ich zwar auch die meisten Segelmanöver alleine durchgezogen, aber es macht schon etwas aus, zu wissen, dass immer noch eine zweite Person mit an Bord ist. Man kann mal spontan das Ruder loslassen oder sich vom Cockpit aus helfen lassen, während man selbst am Mast steht und mit den Segeln hantiert.

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Es lief jedenfalls gut. Zwischen den Inseln stand allerdings eine richtig schöne Ostsee-Welle, also relativ kurz und steil. Der Wind kann hier nicht viel Anlauf nehmen, um mehr Welle aufzubauen. Dafür ist die Strecke zwischen dem Festland und dieser Passage zu kurz. Es reichte trotzdem, dass die Gischt meine schöne Zelda von oben bis unten mit Salzkristallen bedeckte. Über dem Velebitgebirge standen wieder die Wolkenkolosse in Reih und Glied, aber die Bora war heute nicht oder nur sehr wenig aktiv. Leider musste ich viel motoren, da es ja gegen Wind und Welle ging (oder zumindest schräg dazu, was angenehmer zu fahren ist). Erst als ich mich der Insel Krk näherte, konnte ich vor dem Wind mit Hilfe der großen Genua (ein Vorsegel) Segeln.

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