iPhone-Facebook-Narzissmus

Was mir echt auf den Sack geht? Wenn Menschen ständig ihr iPhone in der Hand halten und darauf sinnlose Dinge tun. Es vergeht kein Augenblick, in dem Nadav, Bruno oder seine Freundin nicht damit herumspielen. So sitzt man dann als einziger iPhone-loser Mensch am Tisch und fragt sich, warum die „Freunde“ bei Facebook wichtiger sind als die Personen, mit denen man gerade zusammensitzt.

Es gibt ja neuerdings (oder schon seit Jahren?) diese Buttons mit der Aufschrift „Like“ oder „Don’t like“ auf Webseiten. Klickt man darauf, teilt man der Nachwelt und vor allem Facebook mit, dass man ebendiese Seite mag oder nicht. Ab jetzt findet dieser Button Einzug in mein Vokabular. Rumsitzen mit iPhone? – Don’t like.

In die selbe Richtung geht das Fotografieren von sich selbst. Die drei oben genannten Telefon-User sind ständig damit beschäftigt, Fotos von sich selbst zu schießen. Je nach Stil, den man persönlich vertritt, wird dann entweder ernst und emotionslos (Nadav, sein Rechner ist randvoll mit Selbstportraits) oder barbiepüppchenmäßig mit Schmollmund (Julia) in die Kamera gegrient. Das geht sogar so weit, dass man beim Abendessen zusammen sitzt und einer sich selbst permanent mit dem Handy fotografiert. Oder beim Radfahren. War hier. War dort. Restaurant im Hintergrund. Sonne im Hintergrund, Mo im Hintergrund… Die Bilder landen dann umgehend auf Facebook im Brainwash 2.0.
Nur um noch mal den Don’t-like-Button zu verwenden, möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass hier auf Formentera sehr viele sehr militärisch aussehende Polizisten in dicken Autos herumfahren.

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