Gitarrebauen auf Formentera – ein Fazit

Hier geht’s zum ersten Artikel der Gitarrenbau-Serie. Aber jetzt zum Fazit!

Die Insel
Formentera ist einfach schön. Als Reisezeit ist Mai gut geeignet, da die Temperaturen schon angenehm sind und man die Insel noch fast für sich alleine hat. Das Wasser ist allerdings noch sehr frisch und auch der Wind ist nicht ohne, sobald die Sonne weg ist. Das Wasser und die Strände sind sauber und klar.

Wenn man später im Jahr auf die Insel kommt, ist sie brechend voll mit Touristen. Wenn ich daran denke, dass die unzähligen Motorroller, die jetzt noch wartend bei der Vermietstation stehen, alle im Einsatz sind… na danke. Ganz billig ist der Aufenthalt auf der Insel nicht. Wie ich früher schon geschrieben habe, langen die Spanier gut hin. Wer nicht im Hostal Pepe wohnen möchte, was im Sommer sehr stressig sein kann (wie hier sehr schön beschrieben), muss für andere Unterkünfte ein Vielfaches hinblättern. Im Nachhinein betrachtet wäre es auch sinnvoll, in Es Pujols zu wohnen, dort ist man wenigstens gleich am Strand und kann in 10 Minuten zur Werkstatt radeln.

Der Kurs
Nach drei Wochen Gitarrebauen auf Formentera ist die eigene Les Paul Realität geworden. Die Gitarre ist absolut überzeugend in ihrer Qualität. Wer die einzelnen Arbeitsschritte verfolgt hat, kann sehen, dass hier mit großer Detailarbeit ein Instrument entstanden ist, dass in vielen Bereichen die teuren „Custom Shop“ Modelle der großen Hersteller übertrifft.

Dank der handwerklichen Fähigkeiten und der Erfahrung von unserem Kursleiter Ekki konnten schwierige Stellen während der Konstruktionsphase umschifft werden. Besonders die Tatsache, dass Fehler eigentlich immer behoben werden können, indem man diverse Tricks und Kniffe anwendet, fand ich beeindruckend.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. In den letzten Tagen des Workshops war die Stimmung im Kurs angespannt und gereizt. Einige unnötige und vor allem unschöne Diskussionen mit dem Kursleiter haben die Atmosphäre ziemlich verschlechtert. Hier kann ich nur für mich selbst sprechen und denke, dass das hoffentlich in anderen Kursen anders verläuft…

Der Urlaub
Abgesehen vom Kurs ist das ja immer noch ein dreiwöchiger Urlaub! In der ausgedehnten Mittagspause zwischen 15 und 18 Uhr hatten wir genug Zeit, die Insel zu erkunden. Es gibt massenhaft schöne Strände, die zu dieser Jahreszeit noch alle leer sind. Mit den Fahrrädern, die uns Ekki netterweise zur Verfügung gestellt hat, ist man mobil genug, um zwischen den Orten San Ferran, La Savina und Es Pujols zu pendeln. Zwischendurch ein Käffchen in einer der vielen Bars, so lässt es sich aushalten. Zusammen mit Bruno und Nadav habe ich hier eine schöne Zeit verbracht. Abgesehen vom Hinterherkucken diverser Strandschönheiten haben wir uns die Zeit mit Gesprächen über Gott und die Welt vertrieben. Besonders die Einblicke in das israelische Leben waren für mich sehr interessant.

Hier geht’s zum ersten Artikel der Gitarrenbau-Serie.

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