Indisches Party-Animal

Am Abend extra noch eine Aspirin eingeworfen. Der Tag war mehr als stressig. Aber später stand die indische Party auf dem Programm, da konnte ich unmöglich fehlen. Das bedeutet: Abhotten zu Maharaschdra Beats! Es hieß: für Essen und Getränke ist gesorgt. De-Facto hieß das: die Party startet um 18 Uhr, bis 21 Uhr gibt es aber nur Snacks. Die Inder sind ja ein Volk, das ausschließlich von Snacks leben kann. Wir dicken Europäer haben dagegen den Anspruch, vor einem wie auch immer gearteten Abend etwas ordentliches zwischen die Rippen zu bekommen. Hier bedeutet das, es gibt gewürzten Puffreis, Erdnüsse & Co. Mein eher kräftig gebauter Kollege hat schon ein langes Gesicht gezogen…

Viel Zeit zum Schnute ziehen war aber sowieso nicht, denn: „After six, we are all equal!“. Auf gut Deutsch: nach sechse herrscht Party on the dancefloor und da hat der Cheffe nichts mehr zu melden. Oder noch anders ausgedrückt: was die Inder tagsüber nicht schaffen, das machen sie am Wochenende auf der Tanzfläche locker wieder wett. Unglaublich, wie die Jungs in diesem völlig überklimatisierten Raum abhotten. Wer tagsüber noch unscheinbar über den Flur geschlurft ist, mutiert hier plötzlich zum Shah-Rukh-Travolta. Besonders der 100kg schwere Monster-Inder zieht hier seine Show ab: wer ihm in die Arme fällt, hat nichts zu lachen. Hemd aus der Hose und hoch das Bein. Er „führt“ nicht nur, er schleudert. Six o’clock und Party on Wayne, what the f*.

Ok, diverse Rum-Cola und Bintangs später zuckte auch bei mir die Hüfte ziemlich lässig. Irgendwie muss man sich ja Respekt verschaffen. Aber diese Jungs haben den Beat einfach im Blut. Weder Status noch Alter können verhindern, dass hier ein gemeinsames Happening zelebriert wird.
In Deutschland?
Äh…

Genau.

Ein Gedanke zu „Indisches Party-Animal“

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