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Gitarrebauen auf Formentera – ein Fazit

Hier geht’s zum ersten Artikel der Gitarrenbau-Serie. Aber jetzt zum Fazit!

Die Insel
Formentera ist einfach schön. Als Reisezeit ist Mai gut geeignet, da die Temperaturen schon angenehm sind und man die Insel noch fast für sich alleine hat. Das Wasser ist allerdings noch sehr frisch und auch der Wind ist nicht ohne, sobald die Sonne weg ist. Das Wasser und die Strände sind sauber und klar.

Wenn man später im Jahr auf die Insel kommt, ist sie brechend voll mit Touristen. Wenn ich daran denke, dass die unzähligen Motorroller, die jetzt noch wartend bei der Vermietstation stehen, alle im Einsatz sind… na danke. Ganz billig ist der Aufenthalt auf der Insel nicht. Wie ich früher schon geschrieben habe, langen die Spanier gut hin. Wer nicht im Hostal Pepe wohnen möchte, was im Sommer sehr stressig sein kann (wie hier sehr schön beschrieben), muss für andere Unterkünfte ein Vielfaches hinblättern. Im Nachhinein betrachtet wäre es auch sinnvoll, in Es Pujols zu wohnen, dort ist man wenigstens gleich am Strand und kann in 10 Minuten zur Werkstatt radeln.

Der Kurs
Nach drei Wochen Gitarrebauen auf Formentera ist die eigene Les Paul Realität geworden. Die Gitarre ist absolut überzeugend in ihrer Qualität. Wer die einzelnen Arbeitsschritte verfolgt hat, kann sehen, dass hier mit großer Detailarbeit ein Instrument entstanden ist, dass in vielen Bereichen die teuren „Custom Shop“ Modelle der großen Hersteller übertrifft.

Dank der handwerklichen Fähigkeiten und der Erfahrung von unserem Kursleiter Ekki konnten schwierige Stellen während der Konstruktionsphase umschifft werden. Besonders die Tatsache, dass Fehler eigentlich immer behoben werden können, indem man diverse Tricks und Kniffe anwendet, fand ich beeindruckend.
Wo Licht ist, ist auch Schatten. In den letzten Tagen des Workshops war die Stimmung im Kurs angespannt und gereizt. Einige unnötige und vor allem unschöne Diskussionen mit dem Kursleiter haben die Atmosphäre ziemlich verschlechtert. Hier kann ich nur für mich selbst sprechen und denke, dass das hoffentlich in anderen Kursen anders verläuft…

Der Urlaub
Abgesehen vom Kurs ist das ja immer noch ein dreiwöchiger Urlaub! In der ausgedehnten Mittagspause zwischen 15 und 18 Uhr hatten wir genug Zeit, die Insel zu erkunden. Es gibt massenhaft schöne Strände, die zu dieser Jahreszeit noch alle leer sind. Mit den Fahrrädern, die uns Ekki netterweise zur Verfügung gestellt hat, ist man mobil genug, um zwischen den Orten San Ferran, La Savina und Es Pujols zu pendeln. Zwischendurch ein Käffchen in einer der vielen Bars, so lässt es sich aushalten. Zusammen mit Bruno und Nadav habe ich hier eine schöne Zeit verbracht. Abgesehen vom Hinterherkucken diverser Strandschönheiten haben wir uns die Zeit mit Gesprächen über Gott und die Welt vertrieben. Besonders die Einblicke in das israelische Leben waren für mich sehr interessant.

Hier geht’s zum ersten Artikel der Gitarrenbau-Serie.

Montieren und Einstellen

Montage
Heute – am letzten Tag – wird alles, was noch lose auf der Werkbank herumfliegt, an der Gitarre montiert und das Schätzchen hinterher noch eingestellt:

  • Die Mechaniken werden an die Kopfplatte geschraubt. Kleine Löcher von 2 mm werden mit dem Handbohrer gebohrt.
  • Montieren der Brücke und des Stop-Tail-Piece. An die Verbindung zur Masse denken! Hierfür geht ein Loch aus dem Loch für die Brücke in das Elektronikfach. Eine durchgeführte Litze verbindet die Brücke mit der Masse und erdet somit auch die Saiten. Wichtige Sache, falls man mit einem defekten Amp spielt und nicht unter Strom stehen möchte.
  • Bevor die Pickups montiert werden, landen sie noch im heißen Wachsbad. Das Wachs schließt die Zwischenräume in der Wicklung und beugt damit Brummgeräuschen vor.
  • Einsetzen der PUs in ihre Halterähmchen und ab damit in die Ausfräsungen des Korpus. Die Rahmen hält man an die gewünschte Stelle und bohrt kleine Löcher von 1,8 mm für die Schräubchen. Den PU mit Rahmen so ausrichten, dass die Saiten schön über die Polschrauben verlaufen.
  • Befestigen der Klinkenbuchse und des Buchsenblechs.
  • Bohren der Löcher für die beiden Gurtpins.
  • Aufstecken der Drehknöpfe für die Potis.

Tipp: alle Schrauben vor dem Eindrehen ins Holz erst in ein Stück Seife drücken. Das fluppt dann besser.

Einstellen der Saitenlage
Jetzt, wenn alles montiert ist, kann die Einstellung des Instruments beginnen. Saiten sind ja schon drauf, also wird als erstes mal die Höhe der Saitenlage geprüft. Die grobe Einstellung wird an der Brücke vorgenommen. Diese hat Drehscheiben und kann daher leicht verändert werden. Das Feintuning wird nun über die Halsbiegung eingestellt. Über die kleine Mutter im Inneren des Halses kann man die Biegung konkav oder konvex beeinflussen. Die Mutter arbeitet in beide Richtungen. Bei anderen Hälsen mit einfachem Stab geht das meist nur in Richtung „gerade strecken“. Dreht man also nach rechts, streckt das den Hals und er möchte konvex werden. Nach links biegt ihn konkav bzw. U-Förmig, wenn man von der Seite aus draufschaut. Immer eine halbe Umdrehung der Mutter vornehmen und dann nachschauen, was passiert. Da man mit Gucken alleine nicht so weit kommt, schnappt man sich am besten eine Schiebelehre (bester Freund des Gitarrenbauers) und misst nach. Die Faustregel lautet: wenn man die Saite am letzten und am ersten Bund herunterdrückt, sollte der Abstand zum in der Mitte liegenden Bundstäbchen minimal sein oder ihn sogar berühren. Geschmacksache. Falls es beim Spielen doch zu sehr rappelt, kann man den Abstand ja ganz nach Gusto einstellen. Die Biegung wird sich sowieso noch ein wenig ändern, da die Luftfeuchtigkeit in Deutschland niedriger ist als auf der Insel.

Einstellen der Oktavreinheit
Eine Gitarre ist oktavrein, wenn ein Ton in der tieferen Oktave (z.B. leere e-Saite) genauso sauber klingt wie sein Pendant eine Oktave höher auf der selben Saite (e gegriffen im 12. Bund). Ist dem nicht so, kann man die kleinen Saitenreiter in der Brücke per Schraubenzieher ein wenig verstellen. Dadurch wird die Länge der schwingenden Saite beeinflusst. Dreht man den Reiter etwas nach hinten, schwingt eine längere Saite und der Ton wird tiefer. Dreht man den Reiter nach vorn, schwingt weniger Saite und der Ton wird etwas höher. Man spielt also zunächst den tiefen Ton und dann den höheren. Je nachdem, wie der höhere Ton klingt, kann man jetzt durch Verstellen der Reiter einen sauberen Ton in allen Lagen erreichen.

Bünde Abrichten und Elektronik Löten

Die Bünde
Die Bünde sind noch in einem ziemlich rohen Zustand. Sie wurden zwar schon etwas in Form gebracht, damit man sich nicht die Arterien beim Spielen aufschlitzt. Es fehlt aber noch der letzte Feinschliff, damit sie gut bespielbar sind. Auch wenn die Bünde mit dem bloßen Auge betrachtet alle scheinbar gleich hoch sind, so gibt es doch minimale Unterschiede, die beseitigt werden müssen. Man erkennt das auf folgende Weise:
Zunächst schnappt man sich einen Edding-Stift und markiert die Bünde auf der Oberseite. Man kann das auch nur bei ausgewählten Bünden machen, je nach Geschmack. Dann nimmt man den großen Schleifklotz (Diamantfeile) und fährt ohne viel Druck über das gesamte Griffbrett. Dort, wo die Feile Material abträgt, ist die Oberfläche uneben. Und deswegen fährt man solange hin und her, bis die Feile die Oberfläche jedes Bundes berührt. Man erkennt es beim schräg drübergucken. Die Oberseite der Bünde ist jetzt abgeflacht, je nachdem wie groß der Höhenunterschied zu den Nachbarbünden war. Dort, wo noch Edding sichtbar ist, hat man die Oberfläche noch nicht erreicht.

Um nun wieder eine schön abgerundete Oberfläche zu erhalten, nimmt man sich die Bundfeile, welche wir vor kurzem schon verwendet haben, und formen damit die platte Oberseite wieder rund. Gaaanz saaachte! Wir wollen hier ja nichts versemmeln. Auch die Bundenden erhalten jetzt noch mal eine Behandlung im 45 Grad Winkel.

Anschließend gehen wir mit 400er Sandpapier längs über das Griffbrett, und zwar so, dass wir es an jeden Bund dranstoßen und drüberwuppen lassen. Auch über die Griffbrettseite gehen wir, so dass keine Feilspuren mehr an den Bundenden zu erkennen sind.

Die Elektronik
Beim Löten der Elektronik handelt es sich hauptsächlich um das Anbringen von Litzen und Käbelchen, um alle Bauteile miteinander zu verbinden. Die vier Anschlüsse der PUs müssen an die Potis und der Switch wird mit dem Rest verbunden. Zwischen die Potis kommen noch Kondensatoren, dann wird alles ordentlich mit Masse verbunden und das war’s auch schon. Ekki hat einen Plan auf eine Pizza-Schachtel gemalt, nach welchem ich das Löten durchgeführt habe. Bis auf einen etwas wackeligen Massekontakt hat alles beim ersten Mal gleich gesessen.

Wie früher schon erwähnt kann ich mittels Push-Pull Poti jeweils eine Humbucker Spule abschalten. Damit erhalte ich dann Single-Coil PUs mit weniger Output aber mehr Höhen. Das ermöglicht nette Soundvarianten. Dann gibt es noch eine weitere Besonderheit. An beiden Volumen-Potis ist ein weiterer Kondensator zwischengeschaltet. Über ihn fließen die hohen Frequenzen relativ ungehindert zum Ausgang, während die Bässe abgedreht werden. Damit soll erreicht werden, dass die Gitarre beim Leiserdrehen nicht so basslastig wird. So ganz begeistert bin ich von dem Ergebnis nicht. Denn komplett stummschalten lässt sich das Signal nun nicht mehr. Möglicherweise entferne ich diese beiden Kondensatoren wieder oder löte andere rein.

Letzte Ölung und Anfertigen des Sattels

Ölen
Wenn der Body soweit fertig ist, wird er geölt. Hierfür gibt es – ähnlich wie beim Taufen am Strand – wieder einmal ein Ritual, das von Ekki „Midnight Oil“ genannt wird. Folglich fand die Ölung um kurz nach Mitternacht statt, nachdem wir uns einige der extrem leckeren Pizzas von Macondo geholt haben.

Das Öl ist eine Mischung aus Terpentin und Leinöl. Also, das für die Gitarre. Das auf der Pizza dagegen ist Chilli-Öl, welches sicherlich auch eine dauerhafte Verbindung mit der Klampfe eingehen würde, was aber in diesem Fall nicht gewünscht ist. Das Leinöl wird also mit einem Pinsel großzügig überall aufgetragen, bis das Holz nichts mehr schluckt. Nach einer Viertelstunde haben wir unsere Bodies (Korpen?) mit einem Baumwolltuch abgetrocknet und das Holz über Nacht ruhen gelassen. Ziel ist, dass das Öl im Laufe der Zeit verharzt und der Oberfläche dadurch Stabilität gibt. Es ist tatsächlich so, dass eine mehrere Jahre alte Gitarre, welche nur geölt ist, fast schon wie lackiert wirkt. Ein sehr angenehmes Gefühl. Und es riecht gut!

Am nächsten Tag haben wir dann die zweite – und damit zunächst mal letzte – Ölung aufgetragen. Diesmal in Verbindung mit wasserfestem 1000er Schleifpapier. Das Öl war auch ein anderes, nämlich Hartwachs-Öl („Clou – Lumberjack“). In kreisförmigen Bewegungen wird immer eine Stelle nach der anderen behandelt und nass geschliffen. So lange, bis sich der Untergrund wieder glatt anfühlt und der Schleifton nicht mehr zu hören ist. Ekki empfiehlt, diese Behandlung zu hause nach 2 Monaten erneut durchzuführen, dann sollte es erstmal gut sein. Auch zum Reinigen und Aufhübschen einer Gitarre wäre das gut geeignet.

Sattel

Zwischen den Ölungen wurde der Sattel hergestellt. Über den Sattel („Nut“) laufen die Saiten, nachdem sie von den Mechaniken der Kopflatte kommen über das Griffbrett. Es gibt verschiedene Materialien zu Auswahl; ich habe mich für Knochen entschieden, das einen leicht gelblichen Farbton hat. Auch beim Sägen der Schlitze für die Saiten merkt man, dass es sich um Knochen handelt: es stinkt. Beim Sägen haben wir wieder Schablonen für die Saitenabstände verwendet. Hat man die nicht, sollte man etwa 3 mm von beiden Enden des Sattels Abstand halten und den Zwischenraum gleichmäßig für die 6 Saiten aufteilen. Die Sägen haben eine unterschiedliche Dicke. Es gibt folglich 6 Sägen, die für jeder Saite in der Dicke passende Schlitze herstellen. Ich habe mich für einen Sägesatz entschieden, der Schlitze für einen 10er Saitensatz sägt. Aber es passen dann später auch 9er oder 11er drauf. Ansonsten hätte ich aber auch einen dickeren Sägesatz verwenden können. Ehrlich gesagt habe ich auf meine Klampfen bisher immer rücksichtslos alles draufgezogen, was der Markt hergab, völlig wurscht ob dick oder dünn… Theoretisch hätte ich die Halsbiegung, die Oktavreinheit und was noch alles anpassen müssen. Aber weeste watt: et jeit auch so.

Beim eigentlichen Sägen beginnt man mit einer sehr feinen Feile, um für die eigentlichen Sägeblätte eine Führung zu haben. Und dann legt man los. Es dauert eine ganze Weile, bis man durch ist, die Sägen sind sehr fein und tragen nur langsam Material ab. Am Ziel ist man, wenn der Schlitz so tief ist, dass er sich fast auf Höhe des ersten Bundes befindet. Dieses „ein klein wenig höher“ kann man auf folgende Weise herausfinden: das Sägeblatt in den Schlitz legen und es durchziehen. Macht es laut „Klack“, wenn es auf den ersten Bund trifft, muss der Schlitz noch tiefer. Ist es nur einen leises „Klick“ liegt man richtig. Oder präziser ausgedrückt: irgendwo zwischen 0,5 und 1 mm Unterschied zur Oberkante des ersten Bundes liegt man richtig. Ist letztlich auch Geschmacksache. Ach ja, und wenn es weder Klick noch Klack macht, kann man diesen Sattel wegschmeißen.

Und wichtig: dran denken, dass der hintere Teil des Schlitzes zu den Mechaniken abfällt. Von dort kommt die Saite, und sie soll vorne im Sattel einen klar definierten Auflagepunkt haben. Und keine Auflagefläche von der Breite des Sattels.

Schließlich wird der Sattel noch mit grober und feiner Feile zugeschliffen, so dass er bündig mit dem Griffbrett abschließt. Danach noch mit grobem und feinem Sandpapier drüber, und die Sache ist geritzt.

Körperkult und Pickups à la carte

Nachdem der Korpus der Gitarre jetzt in seiner finalen Form steht, kann das Formentera-Ritual durchgeführt werden: Baden gehen mit Gitarre! Hierfür treffen wir uns bei Ekki zu hause und nutzen den in der Nähe liegenden Strand zum Taufen der Bodies. Außer einem rituellen hat die Aktion auch einen praktischen Hintergrund. Durch das Wässern stellen sich die Fasern auf und man kann nach dem Trocknen erneut mit feinem Sandpapier drüber gehen. Das haben wir am Folgetag noch einmal etwas unromantisch mit einem nassen Schwamm wiederholt. Nach dem (vorläufig) letzten Schleifen war der Korpus dann so glatt wie ein Babypopo.

Nach der Bade-Aktion stand Pickup-Theorie auf Ekkis Veranda auf dem Stundenplan. Ich erspare mit jetzt die allgemeinen Ausführungen zur Elektronik und was der Magnet mit den Saiten macht. Hier gibt es anderswo ausführliche Quellen. Mich interessiert hier nur, was für meine Les Paul wichtig ist. Und das wäre folgendes:

Les Paul Gitarren haben zwei Pickups in Humbucker Bauform. Jeder Pickup (kurz: PU) besitzt zwei Spulen, die miteinander verbunden sind. Dadurch wird erreicht, dass zum einen das Signal stärker ist und man an Röhrenverstärkern schneller Verzerrungen erzeugt. Zum anderen rauschen oder brummen diese Tonabnehmer kaum. Leider geht die Verschaltung der beiden Spulen zu Lasten der hohen Frequenzen, weshalb ein Humbucker Pickup immer dumpfer als ein Singlecoil Pickup klingt (wie er in fast allen Fender Gitarren steckt). Mein Ziel ist also, einen Humbucker mit möglichst vielen Höhen zu bauen. Hierbei ist mir besonders der Hals PU wichtig, denn dieser erklingt naturgemäß dumpfer als der PU an der Brücke (rechts, hinten).
Die folgenden Merkmale beeinflussen den Klang:

  1. Anzahl der Wicklungen des Drahts auf der Spule. Je mehr Windungen, desto mehr Output. Weniger Wicklungen ergibt weniger Output aber mehr Höhen. Also wird mein PU eher wenige Wicklungen haben. Hals = 4000, Bridge = 6000.
  2. Dicke des verwendeten Drahts. Je dünner/feiner der Draht ist, desto enger liegen die Wicklungen auf der Spule nebeneinander. Das erzeugt mehr Output aber kostet Höhen. Also wird mein Hals PU mit Draht von 0,063 mm (Gibson Standard) und der Steg PU mit 0,056 mm (eher Richtung Fender) gewickelt werden.
  3. Isolierung. Der Draht ist immer mit einer ultradünnen Schicht isoliert, damit der Strom auch brav durch alle Wicklungen fließt und nicht die Abkürzung quer durch die Spule nimmt. Je dicker die Isolierung, desto weiter auseinander liegen die Drähte und mehr Höhen bleiben erhalten. Daher habe ich mich beim Hals PU für eine doppelte Isolierung entschieden und beim Bridge PU für eine einfache.
  4. Die fertigen PUs haben keine Kappe aus Blech, wie das bei den meisten Humbuckern üblich ist. Diese könnte ich nachträglich noch draufsetzen, sie würde aber wieder ein wenig hohe Frequenzen kosten und ist daher kontraproduktiv.

Das Herstellen der PUs erfolgt auf einer selbst gebastelten Wickelmaschine. Der noch leere Spulenkörper wird an einer Drehscheibe montiert und mit dem Draht von der Rolle verbunden. Mit einem Fußschalter kann man jetzt die Geschwindigkeit steuern, mit der sich der Draht aufwickelt. Während die Maschine fleißig dreht, bewegt man den Draht mit Hilfe einer kleinen Führung von links nach rechts. So verteilt sich der Draht einigermaßen gleichmäßig auf der Spule, wenn er nicht zwischendurch abreißt. Das tut er gerne, da eine kleine Unachtsamkeit oder nachlassende Drahtspannung schnell zum Exitus führen. Durch diese Unregelmäßigkeiten in der Führung entsteht der „magische“ Sound von selbst gewickelten Pickups, sagt man. Na ja, Gitarristen haben ja eine Schwäche für alles Altertümliche und verbinden einfache Technik gern mit Voodoo… Wie dem auch sei, das Resultat ist mehr als Hervorragend, wie ich später feststellen konnte.

Die fertigen PUs haben rein messtechnisch gesehen folgende Werte (pro Spule):

  • Hals PU = 3,2 KOhm
  • Bridge PU = 6 KOhm

Diese Werte sind an und für sich nicht sehr aussagefähig. Sie geben nur einen vagen Hinweis in die erwartete Sound-Richtung. Schließlich kann niemand anhand der Werte feststellen, wie und womit die PUs gewickelt wurden und wie sich das auf den Sound auswirkt.

Planung des Inlays und Fräsen der Halstasche

Inlay

Eine selbstgebaute Gitarre braucht ein besonderes Inlay. Woher soll der Laie sonst erkennen, dass die Klampfe nicht von der Stange ist? Jedenfalls in meinem Fall ist die Verwechslungsgefahr groß, da eine Les Paul Gitarre nun mal immer ähnlich aussieht. Aber mit einer schönen Einlegearbeit aus Perlmutt wird sie zum Unikat. Ich habe mich dank einer Anregung von Bruno für eine Windrose entschieden. Ursprünglich sollte es eine Sonne werden. Aber nachdem Bruno sie wunderschön symmetrisch aufgezeichnet hatte, dachte ich mir: das ist eine Windrose, ganz klar!

Und da es mich selbst ja auch in die eine oder andere Himmelsrichtung getrieben hat, halte ich einen Kompass bzw. die Windrose für sehr passend. Hier ist der Plan:

Zunächst stand die Entscheidung an, welcher Teil aus Perlmutt sein soll: der Zackenstern oder das Drumherum? Ich habe mich für den Stern entschieden. Dieser wird von einem Kreis aus dunklem Padouk-Holz eingefasst. Die Stelle, wo das Inlay auf der Gitarre hin sollte, habe ich erst später festgelegt. Ich dachte erst an eine der Flanken, dort wo der Arm aufliegt. Aber letztlich ist dort überall viel Wölbung, was die Sache kompliziert macht. Also blieb entweder die Rückseite oder vorne zwischen den Pickups. Ich habe mich für letzteres entschieden. Und so verlief die Umsetzung:

  1. Ausmessen des Platzes zwischen den beiden Pickups. Anfertigen eines runden Plättchens nach Maß mit der Bandsäge. Feilen und Schleifen brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen…
  2. Aufzeichnen des Sterns auf Millimeterpapier, danach am Kopierer auf Echt-Größe verkleinert.
  3. Dieses Sternchen dann auf ein Stück Perlmutt kleben und mit feiner Handsäge aussägen.
  4. Nacharbeiten mit Mini-Feilen. Bloß nix abbrechen.
  5. Mit der Handoberfräse wird die Kontur des Sterns in das Holzplättchen gefräst. Nicht zu tief, gerade so, dass das Perlmutt hineinpasst.
  6. Einkleben des Perlmutt-Sterns in das Plättchen mit Sekundenkleber. Füllen der Ritzen mit Epoxi Kleber, welcher mit rotem Holzstaub vermischt wurde.
  7. Bohren des Kreises für das Plättchen in die Gitarre. Ein widerlicher Moment, als der 36 mm Bohrer in die intakte Oberfläche fräst…
  8. Einkleben des Plättchens mit Sekundenkleber (Unterseite) und außen herum wieder mit dem besten Freund des Gitarrenbauers: Epoxi.
  9. Zum Schluss ausgiebig schleifen, bis kein Unterschied zur Oberfläche mehr spürbar ist.
  10. Ganz zum Schluss dann das Einschlagen der Buchstaben für die vier Himmelsrichtungen: N, S, W, O. Hierbei gab es mehrere Probleme… zum einen waren diese Einschlagmeißel für die Buchstaben ursprünglich für den Zeitungsdruck hergestellt worden. Das heisst, die Buchstaben sind alle spiegelverkehrt. Das merkt man aber nur beim N und beim S. Und auch nur, wenn man es weiß. Bilde ich mir ein. Zum anderen ist eine Ecke des W abgebrochen und ich musste es durch ein V ergänzen. Das Einschlagen hat schließlich gut geklappt, da ich zuvor ausgiebig an Schrottholz geübt habe. Nur das O ist leider etwas daneben gegangen, wer hätte das gedacht. Aber egal, es ist eben eine Charaktergitarre.

 

Halstasche

Der Übergang des Halses in den Korpus ist eine heilige Angelegenheit. Ziel ist es, die Schwingungen des Halses in das Holz des Korpus zu leiten. Dafür muss eine optimale Verbindung zwischen beiden hergestellt werden. Hier darf nichts wackeln oder sonst wie falsch sitzen. Der Hals darf gerade noch so mit Gewalt, pardon, „Gefühl“ in die Tasche passen. Dann etwas Knochenkleber drauf und es hält für immer. So weit ist es aber noch nicht, jetzt geht es erstmal um die perfekte Form der Halstasche. Sie muss den Hals so aufnehmen, dass auch die Saitenlage gleich richtig ist, wenn man versuchsweise die Brücke auf die Decke legt und eine Testseite drüber spannt.

Also hieß es wieder: ab unter die große Fräse! Sie fräst dermaßen sauber, dass hinterher im Innern der Tasche keine weitere Handarbeit mehr erforderlich ist. Die Ausfräsung erfolgt auf einer angekippten Konstruktion. Grund: bei einer Les Paul geht der Hals nicht gerade aus dem Korpus, wie z.B. bei Fender, sondern in einem Winkel.

 

 

 

Ein Zwischenstand:

Kopfplatte löchern und formen

Abgesehen vom finalen Feinschmirgeln des Halses (man kann nie genug schmirgeln!) stand als nächstes die Kopfplatte an. Eine Les Paul hat ein Kopfteil, das wie ein aufgeschlagenes Buch aussieht. Daher auch die amerikanische Bezeichnung „Open Book Headstock“. Das bringt mit sich, dass es oben drin eine Spalte gibt, die nicht so leicht herzustellen ist. Um das Holz dort gleichmäßig zu schleifen, habe ich mir diverse „Spezialwerkzeuge“ hergestellt. Was man nicht alles mit doppelseitigem Klebeband und Sandpapier veredeln kann…

Die restlichen Rundungen an der Seite können mit einem gebogenen Werkzeug oder dem Trommelschleifer bearbeitet werden. Dieser feine Spalt bleibt aber Fummelarbeit. Daher kamen hier besonders kleine Feilen zum Einsatz, wie man sie auch für die Einlegearbeiten aus Abalone verwendet. Mein Hals ist zwar aus Mahagoni, er hat aber einen Mittelstreifen aus dunklem Wenge Holz. Der ist dann auch ständig gesplittert und ich musste ihn noch mehrfach mit Epoxi betupfen, damit die Risse wieder geschlossen waren. Eine optische Sache zwar nur, weil die Risse sehr klein waren, aber trotzdem nervig.

Die Kopfplatte braucht noch 6 Löcher für die Mechaniken. Man bohrt zunächst mit einem 8 mm Holzbohrer vollständig hindurch. Im zweiten Durchgang weitet man das Loch von oben mit einem 8,7 mm Bohrer. Das hängt natürlich von den verwendeten Mechaniken ab. Meine sind Kluson Vintage Style (leicht grünliche Tulpengriffe) und haben Einschlaghülsen, die eben genau in das gebohrte Loch passen.

Halsdicke und Profil

Bevor das überschüssige Holz von dem noch ziemlich rohen Halsklotz abgesägt wird, steht wieder einmal die Überlegung an, wie der finale Hals denn geformt sein soll. Man sagt, je dicker der Hals, desto dicker der Ton. Damit ist das An- und Ausschwingverhalten des Holzes gemeint. Ein Hals mit weniger Holz lässt sich durch die Vibration der Saiten schneller in Schwingung versetzen, als ein Schwerer. Dafür schwingt ein dicker Hals länger nach und lässt die Saiten dadurch ebenfalls länger schwingen. Les Paul Gitarren sind bekannt für dicke Hälse, siehe auch weiter vorne im Bericht.

Üblicherweise gibt es zwei Stellen, an denen die Dicke gemessen wird: am 1. und am 12. Bund. Gängige Werte liegen zwischen 20 und 24 mm. Die Auflagepunkt zum Messen sind die Oberseite des Griffbretts und die Unterkante des Halses. Später, wenn die Gitarre fertig ist, miss man natürlich auf dem Griffbrettholz, nicht auf den Bünden. Die Dicke ist leicht ansteigend; am 12. Bund sollte sie etwa 2 mm mehr haben als am 1.

Ich habe mich für eine Dicke von 21 mm entschieden, die auf 23 mm ansteigt. Das geht in Richtung einer Les Paul der 50er Jahre, die für eher dicke Hälse bekannt sind. Zum Vergleich:
Eine LP Standard 60s hat 20,3 auf 23 mm bzw. 20 auf 22 mm in der „thin“ Version. Dieser Unterschied dürfte wohl kaum spürbar sein.

Ausschlaggebender für das „fette“ Gefühl in der Hand ist eher das Profil, als die reine Dicke des Holzes. Man bezeichnet das Profil mit Buchstaben, da es ihnen ähnlich sieht. Ein V- oder C-Profil ist eher flach, während das runde D-Profil die Hand füllt. Ich habe mich für ein C-Profil entschieden, genug Holz hat der Hals ja.

Um aus dem Kantholz mit Griffbrett einen geformten Hals zu machen, ist als nächstes ausgiebiges Feilen angesagt. Zunächst (und eigentlich bis ganz zum Schluss) wird eine Mittellinie aufgezeichnet. Hört sich einfacher an, als es ist. Da wir hier von halben Millimetern sprechen und allein der Bleistift schon eine etwa millimeterdicke Linie zieht, ist hier Sorgfalt angesagt und der Spitzer wird zum besten Freund.

Anschließend werden weitere Linien gezogen, die markieren, bis wohin gefeilt werden muss. Dafür halbiert man sowohl die Strecke auf der Oberseite (Mittellinie bis Rand) als auch auf den Seiten (Hälfte zwischen Griffbrett und Unterkante). Nun wird zwischen diesen beiden Linien im 45 Grad Winkel das Holz weggeraspelt. Hierbei aufpassen, eine glatte Fläche mit klar definierten Kanten zu erhalten. Denn im folgenden Schritt wird zwischen den entstandenen Kanten wieder gefeilt, diesmal natürlich im flacheren Winkel.

Das Griffbrett wird hierbei nie berührt, man kann bis 1 mm herangehen. Der Übergang zur Kopfplatte ist meinem Fall eine auslaufende, V-förmige Kante, die an den unteren Ecken der Kopfplatte endet.

 

 

 

Nach dem Feilen wird wieder ausgiebig geschmiergelt. Zunächst mit grobem 100er Papier die letzten Kanten abrunden, danach mit 250er und 400er längs jede verbliebene Unebenheit wegsanden. Zwischendurch immer mal wieder den Hals unter das Licht halten und um die Längsachse drehen:  dort wo sich der Schatten hart bricht, ist noch eine Kante. Sind schließlich alle Kanten, Feil- und Schleifspuren beseitigt, ist diese Baustelle erstmal fertig.

Bunddrähte

In das makellose Griffbrett werden nun die Bünde eingesetzt. Diese befinden sich leider noch in aufgerollter Form im Lager und sind noch lange nicht einsatzbereit. Zunächst muss sowieso entschieden werden, welche Art von Bunddraht verwendet werden soll. Im Wesentlichen geht es um die Höhe. Bei dicken Bundstäbchen muss man die Saiten kräftiger herunterdrücken als bei dünnen, was einige Gitarristen wohl schätzen. Dafür spürt man dünne Bünde kaum, weswegen man das Spielgefühl gern als „fretless wonder“ tituliert. Ich halte es da wie mit dem Rindersteak, meine Bünde sind Medium (1,9 mm hoch und 2,5 mm breit). Kollege Nadav hat sich welche im Jumbo-Format ausgesucht, der Poser.

Noch ist der Draht aber auf der Rolle und muss entsprechend dem Radius meines Griffbretts vorgebogen werden. Man könnte natürlich auch die zufällige Biegung der Rolle nehmen und die Drähte irgendwie ins Griffbrett reinkloppen. Das ist allerdings nicht sehr sinnvoll, denn wenn die Biegung nicht zum Radius passt, steht schnell mal ein Ende des Bundes hoch oder in der Mitte liegt er nicht richtig in der Kerbe. Also wurde eine clevere Apparatur erfunden, die aus drei Rollen besteht, durch welche der Draht laufen muss und währenddessen gebogen wird. Man kann den Abstand der Rollen ändern und somit die Biegung auf verschiedene Radien anpassen.

Im nächsten Schritt wird der Draht von der Rolle an den Schlitz des jeweiligen Bundes gehalten und mit ca. 10 mm Überstand auf beide Seiten abgeknipst. Es ist sinnvoll, die abgeknipsten Bundstäbchen so aufzubewahren, dass man hinterher noch weiß, zu welchem Bund sie gehören.

Wenn man den Draht von der Stirnseite betrachtet, sieht er grob gesagt pilzförmig aus. Oben ist der gewölbte Teil, welcher auf dem Griffbrett liegt während unten ein sehr dünner Teil verläuft, welcher in den Bundschlitz passt. Nun ist es so, dass man es nicht möchte, dass der im Schlitz verlaufende Teil am Ende wieder hinten und vorne an der Griffbrettkante rausguckt. Daher nimmer man sich nochmal jeden einzelnen Draht zur Brust und knipst mit einer Spezialzange nur diesen unteren Teil vorne und hinten ca. 5 mm ab.

Nun kann man die Bünde in die gesägten Schlitze drücken. Der Hals wird eingespannt und jeder Bund zunächst an einem Ende angedrückt. Danach schlägt man gleichmäßig mit dem Plastikhammer auf jede Stelle des Bunddrahts, bis dieser vollständig eingesunken ist. Ein leichter Klaps noch auf die überstehenden Enden, um sie leicht nach unten zu biegen.

Diese überstehenden Enden auf beiden Seiten werden mit einer Zange bündig zum Griffbrett abgeknipst.

Danach kommt ein Hobel mit zwei eingeklemmten Feilen zum Einsatz. Der ist bitter nötig, denn sonst würde man sich die Finger an den rohen Drahtkanten blutig reißen. Die eine Feile ist senkrecht und die zweite im 45 Grad Winkel montiert. Zunächst fährt man mit der senkrechten Feile über alle Bünde, um die Länge anzugleichen. Wobei man in den hohen Lagen mehr zu tun hat, da hier die Bünde enger stehen. Sobald man ein wenig Holz vom Rand des Griffbretts abschabt, ist man fertig. Danach noch ein Durchgang mit der anderen Feile, um die Drahtenden im 45 Grad Winkel abzuschrägen.

Als Krönung kommt schließlich noch eine Spezialfeile zum Einsatz, welche einen Bunddraht fast komplett rund umfassen kann. Mit dieser Feile werden die schon abgeschrägten Enden noch mal im 45 Grad Winkel gefeilt (von oben auf das Griffbrett gucken. Der Bunddraht ist 0 Grad, dann 45 Grad jeweils nach links und rechts). Zweimal kräftig auf jeder Seite, das genügt.

Nicht sauber bearbeitete Bunddrähte sind ein Punkt, der im fabulösen Gitarre&Bass Magazin regelmäßig bei getesteten Gitarren quer durch die Bank moniert wird. Also, wer hier sorgfältig arbeitet hat gleich einen Bonuspunkt.

Bundmarkierungen

Meine Les Paul hat 22 Bünde auf dem Griffbrett. Um sich darauf besser zurechtzufinden, bringt man zwei Sorten von Markierungen an:

  • Punkte oder andere Formen auf dem Griffbrett
  • Kleine Punkte auf der Seite vom Hals

Die seitlichen Punkte am Hals werden immer angebracht. Die Punkte auf dem Griffbrett (bzw. „Dots“ wie der Fachmann sagt) können dagegen auch weggelassen werden. Sie gehören aber zum guten Aussehen dazu, finde ich. In beiden Fällen markiert man die Bünde 3, 5, 7, 9, 12, 15, 17, 19 und 21. Der 12. Bund erhält Doppelpunkte. Ab hier wiederholen sich die Töne, sie klingen nur eine Oktave höher.

 

Markierungen an der Seite

Das Griffbrett ist an den äußeren Rändern 6 mm hoch. In der Mitte ist es mehr, aber das interessiert hier nicht. Nun werden die oben genannten Bünde mittig markiert. Das geht wunderbar, denn die Schlitze sind ja schon gesägt. Mit Hilfe eines Abstandshalters, bzw. einer Plastikschablone mit kleinen Löchern wird das Loch für die Markierung immer auf der gleichen Höhe gebohrt.

Die Löcher haben 2 mm Durchmesser. Nachdem man einen Tropfen Sekundenkleber hinein gegeben hat, steckt man anschließend einen dünnen runden Stab aus Kunststoff in das Loch. Da er nicht ganz hineingeht, einfach so weit wie möglich reinstecken und dann glatt abknipsen. Ein kleiner Schlag mit dem Plastikhammer und der Stift dürfte komplett versenkt sein. Später wird die Kante dann abgeschliffen.

Griffbrett Punkte

Eigentlich hat eine Les Paul Inlays in trapezoid Form auf dem Griffbrett. Da das recht aufwändig ist, mache ich stattdessen Kreise. Hierfür markiere ich äußerst genau die Position auf dem Griffbrett (ist mir am 17. Bund leider misslungen) und körne sie an. Ich habe mich für 5 mm durchmessende Punkte aus weißem Abalone entschieden. Es gab sie auch in verrückter Perlmutt-Glitzeroptik, aber das überlasse ich Country-Musikern und Elvis-Imitatoren.

Da die Inlays in ihren Löchern halt finden sollten, werden die Löcher auch mit 5 mm gebohrt. Hierfür kommt ein Bohrer mit Spitze zum Einsatz. Dieser wird genau auf dem Holz an der Körnung platziert und dann erst die Maschine eingeschaltet. Griffbrett gut festhalten, hier darf nichts wackeln. Als Tiefe wird 1,2 mm angepeilt, am Ende wird es eh mehr. Es ist aber erstaunlich, wie fein sich dieses Ungetüm von Bohrmaschine mittels Hebeln und Schrauben einstellen lässt.
Nun werden die Dots einer nach dem anderen in die Löcher gedrückt oder geschlagen, nachdem wieder ein Tropfen Sekundenkleber zum Einsatz kommt.

Bevor nun im nächsten Schritt die Bunddrähte eingesetzt werden, kann das Griffbrett noch mal intensiv auf Fehler bzw. Rillen untersucht werden. Diese werden bei Bedarf mit Epoxi gefüllt. Danach wird das Griffbrett noch einmal kurz auf den Bandschleifer gehalten, damit die Dots glatt sind und der Sekundenkleber verschwindet.

Dann wird mit feinem 400er Sandpapier abgeschmirgelt. Hinterher wird der Hals mit dem Griffbrett an die Poliermaschine gehalten und abschließend noch mit feinster Stahlwolle abgerieben. Das Griffbrett glänzt jetzt so richtig schön.

Korrigieren und Reparieren

Wenn Laien Instrumente bauen, geht eine Menge schief. Wir Teilnehmer kennen zwar in der Regel das fertige Instrument, wissen aber nicht, wie das Resultat jedes einzelnen Arbeitsschritts aussehen soll. Daher werden wir am Anfang schnell dazu verleitet, beherzt ins Holz zu hacken und Fehler zu begehen. In diesem Artikel schildere ich einige aufgetretene Fehler und wie man sie wieder beheben kann.

Kleben

Ein Stück Holz ist ausgerissen. Regel Nummer eins: immer sofort nach dem fehlenden Stück suchen, und sei es noch so klein. Oft kann man es wieder einkleben. Hier kommt es drauf an, ob es groß oder klein war. Ist es nur ein 3 mm kleines Stückchen, kann es mit Sekundenkleber wieder an die alte Stelle gebracht werden. Hierfür platziert man das Teilchen an der richtigen Stelle. Danach klebt man ein Stück Tape darüber und hebt das Tape mit dem Teilchen zur Hälfte wieder ab, es klebt nun am Tape. Danach kommt ein Tropfen Sekundenkleber in den Riss und danach klappt man das Tape wieder drüber. Zieht man es nach kurzer Trockenzeit wieder ab, bleibt das Stück Holz an der richtigen Stelle eingeklebt. Danach fein abschmirgeln.

Handelt es sich um ein sehr großes Stück, muss man es mit Holzleim (z.B. Titebond) und Klemmzwingen wieder anbringen. Das kommt eher selten vor, sollte es zumindest. Bei Brunos Bass und meiner Les Paul hat das Wenge-Holz wegen seiner groben Struktur einige doppelte Klebeaktionen nötig gemacht.

Ist es ein mittelgroßes Stück, so kommt Epoxi-Kleber zum Einsatz. Dieser wird in zwei Flaschen aufgehoben und ist erst einsatzbereit, wenn er 1:1 durchgemischt wurde. Dazu macht man zwei gleichlange Würste aus beiden Flaschen in ein Plastik- oder Gummischälchen. Die entstandene Masse kann bei Bedarf mit Holzstaub aus dem beschädigten Bereich vermischt werden. So erhält man eine lückenfüllende Masse in der korrekten Farbe. Das Auftragen kann mit einem kleinen Zahnstocher oder diversem anderen Zahnarztbesteck erfolgen, je nachdem was die Werkstatt hergibt. Geht man dann noch mit dem Fön, bzw. der Heizpistole vorher über das Holz und auch nach dem Auftragen, so sickert die Masse schön in die Ritzen.

Wärme sorgt auch für eine kürzere Trockenzeit, je nach Kleber kann das eine enorme Beschleunigung sein. Da man meistens auch noch ein gutes Stück um die gewünschte Stelle herum Klebstoff hat, sollte man den vor dem Trocknen wieder mit dem Spachtel entfernen. Nach dem Trocknen zieht man die Stelle mit einem dünnen Blech o.ä. ab und schmirgelt den Rest.

 

Delle entfernen

Schnell ist es passiert, dass im unbehandelten Holz des Korpus eine Delle, eine falsche Körnung oder ein Kratzer ist. Ist der Schaden nicht zu tief, kann man sie mittels heißem Dampf wieder herausbekommen. Die Durchführung ist simpel, man benötigt nur einen Lötkolben oder ein Bügeleisen, ein Tuch und etwas Wasser. Zunächst gibt man mit dem tropfnassen Tuch etwas Wasser auf die gewünschte Stelle und lässt das Holz kurz quellen. Danach legt man das nasse Tuch auf die Stelle und drückt den heißen Lötkolben oder das Bügeleisen kurz darauf.

Nachsehen, ob sich was getan hat und gegebenenfalls wiederholen. Klappt ganz hervorragend, zumindest bei Ahorn und Mahagoni.

 

Loch falsch gebohrt

Tja, ein Loch ist ein Loch, und bleibt so wie es ist. Und vor allem wo es ist. Aber: man kann schon etwas tricksen. Oft bohrt man ja zunächst mit einem kleineren Bohrer vor. Beim Aufweiten auf die finale Größe kann man nun den größeren Bohrer langsam dazu bringen, bevorzugt eine Seite des kleinen Lochs zu „fressen“. Damit lässt sich das Große um einige Millimeter versetzen. Wunder sind hier natürlich nicht zu erwarten. Handelt es sich um ein Loch für die Mechaniken der Kopfplatte darf man nicht vergessen, dass oben noch eine Mutter draufkommt. Diese deckt ja auch wieder etwas mehr vom Holz und darunter liegenden „Halblöchern“ ab.
Mein Tipp bezüglich dem Bohren von Löchern lautet: zunächst mal an einem anderen Stück Holz als an der wertvollen Klampfe üben. Das sollte man bei allen heiklen Aktionen tun, egal wie viel Zeitdruck auch sein mag. Es gibt in der Regel genug Holzabfall von der eigenen Gitarre, so dass man sogar unter identischen Bedingungen üben kann.

 

Loch versetzen

Falls man keine andere Wahl hat, als ein Loch komplett zu versetzen, kann man folgendermaßen vorgehen:

  1. Zunächst das falsch gebohrte Loch aufbohren. Man nimmt einen größeren Bohrer, der auch noch den Bereich des neuen Lochs abdecken sollte.
  2. In das neue Loch muss nun ein Holzstift mit gleichem Durchmesser gesteckt werden. Diesem Stift sollte man mindestens eine längs verlaufende Rille verpassen (feine Säge) und ihn unten etwas abrunden.
  3. Danach Holzkleber drauf verteilen und den Stift ins Holz kloppen. Den überstehenden Teil hinterher vorsichtig abzwicken, feilen und schmirgeln.
  4. Jetzt kann das ursprünglich geplante Loch wieder gebohrt werden, diesmal hoffentlich richtig. Ich musste es gleich zweimal machen…

Auf dem Bild sieht man das Ergebnis. Ursprünglich war das kleine Loch im Zentrum der Ausbesserung gewesen, jetzt etwas weiter unten.

 

Loch reißt unten aus

Sollte einem beim Bohren von Löchern der untere Rand des Bohrlochs ausreißen, einfach ein weiteres Stück Holz drunter legen und dort reinbohren. Ist der Ausriss übel, kann man auch überlegen, den Rand etwas abzusenken. Falls der Einsatzzweck des Lochs das erlaubt.

Argh! und ein wenig Bünde Sägen

Was für ein verschwendeter Tag heute. Von 8 Stunden habe ich vielleicht 3 etwas Sinnvolles getan, und das kam so: gleich morgens wollte Ekki meinen Hals ein wenig schlanker fräsen, damit er in die Schablone zum Sägen der Bünde passt. Dummerweise hat die Standfräse ein ordentliches Stück vom Griffbrett abgerissen, da er gegen die Faser gefräst hat. Man kann so etwas zwar flicken, was später auch gelungen ist. Jedoch bringt Kleben auch immer eine gewisse Wartezeit mit sich. Und da wieder dieser scheinbar nicht richtig trocknende Zweikomponentenkleber zum Einsatz kam, musste die Geschichte am Nachmittag ein zweites Mal geklebt werden. Genau wie bei Brunos Decke.

Das bedeutete für mich, dass bis auf ein paar Schönheitsarbeiten im E-Fach erstmal nichts zu tun war. So habe ich die Löcher im Fach für die Potis mit dem Stechbeitel etwas vergrößert, so dass die Anschlüsse besser Platz haben. Danach Testweise ein Poti mit Unterlegscheiben reingebaut – passt. Habe anschließend das Fach dann aus lauter Langeweile noch von innen geschmirgelt.

Frust. Wenn ich eines nicht kann, dann untätig warten. Daraufhin hatten Ekki und ich eine kleine Diskussion, denn so wie es momentan lief, war ich nicht wirklich glücklich. Ich glaube, die „Message“ kam an. Da später die Reparatur des Griffbretts geglückt ist und man auch wirklich so gut wie nichts mehr von dem Riss sieht, bin ich seit diesem Tag davon überzeugt, dass man fast alles reparieren kann. Nur Warten kann ich immer noch nicht…

Unten zu sehen ist die kritische Stelle auf dem Griffbrett, welche hier mit Epoxi gefüllt wurde.

Am Abend – als der Kleber dann getrocknet und das olle Griffbrett einsatzbereit war – bin ich endlich dazu gekommen, die Bünde zu sägen. Hierzu wird der Hals in eine Schablone eingespannt, welche als Führung für die Bundsäge dient. Die Säge hat ein paar Millimeter oberhalb der Schneidezähne eine Metallschiene. Man kann also nicht tiefer sägen als bis zu dieser Schiene. Da das Griffbrett gewölbt ist, folgt man beim Sägen automatisch der Wölbung.

Das Ergebnis ist ein gleichmäßig tiefer Schnitt, der die selbe Wölbung wie das Griffbrett hat. So bleibt mehr Holz erhalten und die Bundstäbchen passen hinterher genau in ihre Spalten, ohne Luft oder Kleber darunter. Bei Gibson gibt es so etwas nicht, hier wird einfach gerade durchgesägt. Eines von mehreren Merkmalen, die eine bei Ekki gebaute Gitarre von „Markengitarren“ unterscheidet, und zwar im positiven Sinne. Siehe hierzu später auch die Hals/Korpusverbindung.

Damit ging dieser etwas unnütze Tag dann zu ende. Und er bleibt hoffentlich die Ausnahme. Die folgenden Tage sollten dann auch tatsächlich entspannter verlaufen, aber zu diesem Zeitpunkt war das noch nicht abzusehen. Denn eins ist klar: wenn hier einer was verbockt, dann bin ich das selbst, und nicht auch noch der Cheffe. Schwamm drüber.

Griffbrettradius und Abdeckungen für Fächer

Griffbretter haben je nach Gitarrenfamilie verschiedene Radien. Kein Griffbrett ist flach, sondern alle haben eine Wölbung nach oben. Wie viel das ist, hängt eben vom Typ der Klampfe ab. Fender hat einen Radius von 7.25 Zoll, Gibson hat 12 und Tom Anderson (Hamer) sogar 15 Zoll. Da das Griffbrett einen Ausschnitt eines Kreises darstellt, ist also das Fender Brett am stärksten gebogen. Das macht es einfacher für die Hand, ganze Akkorde zu greifen. Aber für Speed-Freaks und Bending-Fetischisten ist ein flacheres Griffbrett besser geeignet.

Hinzu kommt noch, dass sich der Radius eines Griffbretts auch über seine Länge betrachtet ändert. Üblicherweise misst man am ersten Bund und am zwölften. Bei Gibson hat man dann entsprechend 9 und 12 Zoll. Die Veränderung des Radius nennt man „Compound Radius“ und viele Firmen lassen sich diese Eigenschaft deftig bezahlen. Dabei entsteht ein solcher veränderlicher Radius automatisch, wenn man das Griffbrett manuell am Bandschleifer formt. Man müsste sogar ordentlicher arbeiten, um überall den gleichen Radius hinzubekommen.

 

Abdeckungen für das Elektronikfach

Auf der Rückseite einer Les Paul gibt es zwei Fächer: ein kleines rundes, welches später den Schalter zum Wechseln der Tonabnehmer aufnimmt, und ein großes rautenförmiges, in welchem sich die vier Potentiometer und diverse Kabel befinden. Für diese Fächer braucht man Abdeckungen. Ich habe mich für ein rotes Holz namens „Paduk“ entschieden. Es ist hart und steht in einem schönen Kontrast zum Mahagoni.

Das Aussägen der Formen ging recht einfach, da hierfür eine Schablone existiert. Einmal aufgemalt und mit der Bandsäge ausgeschnitten, schon steht der Deckel größtenteils. Wie immer liegt der Teufel im Detail. Denn so ganz genau passt der Deckel natürlich doch nicht in die Aussparung der Fächer. Und sei es nur ein Millimeter: hier ist wieder ausgiebiges Feilen angesagt. Die beste Strategie ist, den Deckel an einer Ecke passend einzulegen und dann an der anderen Seite das Abfeilen vorzunehmen. Passt die Abdeckung dann endlich, muss sie noch auf die richtige Höhe geschliffen werden, damit sie mit der Korpusdecke auf der selben Höhe abschließt.
Als letzter Schritt werden Löcher für die Schrauben in den Deckel selbst und das darunter liegende Fach im Korpus gebohrt.

Die kleine runde Fachabdeckung erhält Löcher mit 1,8 mm, die rautenförmige mit 2,5 mm Dicke. Hier sollte man besonders aufpassen, dass die Ankörnung am Deckel korrekt ist, so dass sie darunter ins Holz trifft und nicht halb ins Leere. Optional kann man die Oberseiten der Löcher dann noch mit einem kegelförmigen Bohrer abflachen, so dass die Köpfe der Schrauben in den Vertiefungen verschwinden und die Gitarre später vollkommen plan aufliegt.

Hostal Pepe

Diese günstige Unterkunft für Backpacker und arme Gitarrenbauer wie mich ist die reinste Geldruckmaschine, meint Ekki. Damit hat er wohl Recht, denn die letzte Renovierung dieses Gästehauses dürfte noch zu Francos Zeiten gewesen sein. Wie früher schon geschrieben, sind die Einzelzimmer, die Nadav und ich haben, spartanisch eingerichtet. Stuhl, Bett und Schrank, das war’s. In den Schrank lege ich aber nichts rein, da er dermaßen nach Mottenkugeln stinkt, dass meine Klamotten sonst für immer verseucht wären. Ab und zu rieselt Kalk von den Wänden. Diese sind meterdick, und so dringt durch das kleine Fenster kaum Licht in meine Zelle. Das gesamt Haus ist trotzdem hellhörig wie nur was, jetzt gerade kann ich problemlos Nadav beim leisen Gitarrenspiel in seinem Zimmer schräg über den Flur hören.

Zum Glück ist noch Vorsaison und es sind kaum Gäste da. Daher ist die Hausbar geschlossen und auch draußen am Pool findet kein Nightlife statt. Das alles macht das Hostal Pepe konkurrenzlos günstig. Für 20 Euro pro Person und Nacht kann man sich hier einquartieren. Das am Komfort gesparte Geld kann man dann in den unzähligen Cafés und Bars in Sant Ferran auf den Kopf hauen. In einigen davon gibt es gratis Wifi Internet, deshalb verbringen wir die meiste Zeit dort. Letztlich ist man fast nur zum Schlafen im Hostal, denn die Mittagspause verbringe ich lieber am Strand als in der engen Zelle. Gegenüber vom Hostal befindet sich noch die Fonda Pepe, wo es angeblich bald Frühstück geben soll, was dann im Preis inbegriffen ist. Mal sehen.

Nachtrag: das Frühstück ist einfach, aber reichlich, siehe Bild.

 

Jazz in San Francisco

Freitagabend spielt im Nachbarort „Sant Francesc“ immer eine Jazz-Band in der Bonkas-Bar. Es gibt Nudelsalat und eingelegte Oliven for free, während man den Jungs von „Longusta“ lauscht. Allesamt Argentinier, die auf hohem musikalischen Niveau spielen. Der Drummer war vorgestern schon mal kurz in der Werkstatt gewesen, um eine Klampfe reparieren zu lassen. Es scheint eine Tradition zu sein, dass Ekki seine Studenten und ein paar Instrumente mitbringt, um in der Spielpause selbst ein wenig zu jammen. Wir wurden zwar vorgewarnt, hatten aber keinen wirklichen Plan, was wir denn nun beisteuern sollten. Schließlich hat sich eine Formation um Ekki am Bass mit Nadav an der Gitarre und dem schon bekannten Argentinier am Schlagzeug gebildet.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit klang es wirklich gut. Besonders Nadav hat klasse improvisiert und prima Jazz-Zeugs mitgefuddelt. Das fanden auch ein paar andere Gastmusiker, die dann mit Trompete und Posaune eingestiegen sind. Da ich selbst mit Jazz rein gar nichts am Hut habe, bin ich an die Congas gegangen und habe etwas im Hintergrund mitgedaddelt. Auch Bruno hat hier sein Betätigungsfeld gefunden, nachdem der Plan, ihn „Here comes the sun“ singen zu lassen, nicht ganz aufging. Nächstes Mal wollen wir was von den Stone Temple Pilots bringen. Weiß noch nicht genau, ob das in diesem Laden gewünscht ist, oder ob Ekki dann Hausverbot kriegt.

Zurück nach Hause ging es wieder mit dem schrottreifen Rad, das mir Ekki von hinter der Werkstatt hervorgekramt hat. Der Sattel ist so tief fest gerostet, dass ich wie auf einem Chopper sitze. Es geht nur der mittlere Zahnkranz und von den beiden Bremsen funktioniert nur die hintere. Immerhin zu 40 Prozent. Aber wer will hier meckern, denn ohne diesen gratis Drahtesel müsste ich mir einen leihen. Ein Rad ist auf dieser kleinen Insel völlig ausreichend. Zusammen mit meiner Kopflampe finde ich so auch nachts den Weg nach hause. Zwischen den Ortschaften ist es hier richtig dunkel, nicht nur so ein bisschen, wie man es vom Rhein-Main-Gebiet gewohnt ist.