Gruß aus der Küche: Kanelsnegle, Kanelbullar oder einfach Zimtschnecken

Die Skandinavier haben eine krasse Vorliebe für alles, was süss und hefig ist. Madita, Michel aus Lönneberga und all die anderen Lindgren’schen Kinder sind sich einig: Kanelbullar braucht das Land! Bei den Dänen nennt man sie Kanelsnegle und bei uns sind es Zimtschnecken. Während sie in Deutschland aber eher wie dröge Brötchen mit etwas Zimtzucker obendrauf schmecken, sind sie in Dänemark schön fettig und saftig. Das liegt zu einem guten Teil an der verwendeten Füllung, der Remonce. Und genau um diese Sorte Zimtschnecken geht es im heutigen Rezept. Man nehme für den Teig:

  • 550 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Hefewürfel
  • 1 Ei
  • 150 ml Milch
  • 1 TL gemahlener Kardamom
  • 1 Joghurt zum Bestreichen

Und für die Remonce:

  • 250 g Butter
  • 150 g Zucker (brauner, wenn da)
  • 200 g Marzipan
  • 2 EL Zimt

Der Teig lässt sich ziemlich einfach herstellen: das Mehl mit dem Zucker in eine Schüssel geben. Den Kardamom am besten frisch mahlen (gibt es beim Inder oder im Asia-Shop) und ebenfalls rein. Die Butter in einem Topf schmelzen und Milch und Hefe dazu geben. Dann das Mehl mit dem flüssigen Topfinhalt vermischen, das Ei reinschlagen und einen Teig daraus kneten. Wie das geht, zeigt auf ganz wunderbare Art der Max auf seiner Webseite Kvalimad, von wo ich auch das Rezept geklaut und ein wenig abgeändert habe. So macht man den Teig (nur die ersten 2 Minuten kucken):

Wichtig ist, dass der Teig ausgiebig und vor allem kräftig geknetet wird. Nur so wird er wirklich fluffig. Wer faul ist und zu wenig knetet, erhält Mürbeteig. Die Füllung ist noch einfacher: wieder wird die Butter geschmolzen und alle anderen Zutaten kleingeschnitten dazugeben. Warm vermischen, bis eine streichfähige Masse entsteht. Diese wird auf den fein ausgerollten Teig gestrichen.

Der Teig wird nun zu einer Rolle gerollt und schließlich in Scheiben geschnitten. Das sind die Schnecken. Jetzt lässt man die Snegle auf dem Blech eine halbe oder ganze Stunde in Ruhe stehen, so dass sich der Teig etwas heben kann. Man kann jetzt schon etwas Joghurt darauf verteilen. Später beim Backen gibt das eine schöne braune Oberfläche. Alternativ geht das auch mit Ei, dann glänzt es sogar.

Den Backofen auf 200° C vorheizen und rein mit dem Blech für 20 Minuten. Der Profitipp schlechthin ist, während den ersten 10 Minuten ein weiteres Backblech zum Abdecken der Zimtschnecken darüberzulegen. Dadurch trocknen sie nicht aus und verbrennen auch nicht. Das Ergebnis kann sich schmecken lassen, wie ich finde. Es übertrifft jede Deutsche Fertigschnecke um Längen.

Ein Gedanke zu „Gruß aus der Küche: Kanelsnegle, Kanelbullar oder einfach Zimtschnecken“

  1. Ohlala, welch wunderschöne Schnecken! Die werde ich mir backen für einen verregneten Nachmittag. Dann spiele ich Schweden und schaue mir die CD mit Michel an!!
    Danke für das Rezept!
    Cheriechen

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