One Day in Bombay – Salaam und Ave Maria

Es gibt erstaunlich gute Bürgersteige in Mumbai. Auch das Überqueren von Straßen funktioniert relativ gelassen, da sich bei großen Kreuzungen sogar an die Grünphasen gehalten wird. Sogar an die für Fußgänger. Ansonsten gilt wie immer: mindestens ein Inder zwischen den Autos und mir! Nur er weiß, ob es ratsam ist loszulaufen oder stehen zu bleiben. Am einfachsten ist es, in einer Gruppe über die Straße zu gehen. Das funktioniert dann auch bei rot.

Mein kleiner Kompass hat sich wieder gut bewährt. Aber wenigstens sind die meisten Straßen zweisprachig beschildert, man kann sich also auch so zurechtfinden. Allerdings sollte man mehr dabei haben, als einen Ausdruck von Google-Maps… es geht aber auch alleine damit *räusper*. Bin gespannt, ob in diesem Land jemals Streetview zum Einsatz kommt. Das muss herrliche Szenen geben!

Unterwegs bin ich in eine Moschee gegangen. Wie soll ich sagen… man wird nicht ganz vorurteilsfrei empfangen. Gegen unfreundliche Blicke hilft aber Schlappen ausziehen, lächeln und trotzdem reingehen. Grundsätzlich sind Moscheen frei zugänglich, sofern nicht anders ausgeschildert. Natürlich sollte man keine kurzen Hosen tragen, nicht gerade vor den Betenden herumlaufen, etc.

Anders dagegen die Kirchen. Diese zu betreten ist stressfreier. Was vielleicht auch daran liegt, dass es hier kaum Christen gibt und sie gähnend leer sind. Wie immer in großen Städten ist es sehr angenehm, eine Weile Platz zu nehmen und durchzuatmen. Es ist zwar nicht so kühl, wie in dickwandigen europäischen Kirchen, aber dennoch erholsam. Die Wände sind voller marmorner Denkmäler für Admiräle, Kapitäne und die Besatzungen ihrer gesunkenen Schiffe. Das war die Zeit der dicken, kanonenbeladenen Linienschiffe. Sehr eindrucksvolle Kolonialgeschichte.

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