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Abenteuergeschichten mit Zelda – jetzt im Buchhandel

Endlich hatte ich genug Zeit und Lust, um sämtliche Blogartikel zu den Kroatienreisen mit meinem Segelboot „Zelda“ in Buchform zu gießen. Das Resultat heißt „Abenteuergeschichten mit Zelda“ und ist 224 Seiten dick. Bevor geunkt wird: nein, ich habe nicht Schriftgröße 14 verwendet! Natürlich enthält es auch Bilder, denn ich wollte ein ähnliches Lesegefühl erzeugen, wie wenn man den Blog liest und da gehören Bilder nun einmal dazu. Leider konnte ich sie aus Kostengründen nicht alle bunt drucken lassen. Es fühlt sich also ein wenig so an wie die frühen „Lustigen Taschenbücher“, in denen nur jede zweite Seite bunt war. Dem Lesespaß tut das hoffentlich keinen Abbruch. Ansonsten gibt es auch noch die Variante als „E-Book“, das mit 8 Euro sehr günstig ist und durch und durch bunt daher kommt.

Zu kaufen ist das Buch überall dort, wo es Bücher gibt. Am liebsten wäre es mir natürlich, ihr unterstützt den lokalen Buchhandel und schwärmt dem Verkäufer vor, wie toll das Buch ist und ob er sich nicht vielleicht ein Exemplar davon in die Auslage legen könnte… aber man kann es natürlich auch bei Amazon bestellen oder im Webshop von Books on Demand.

Leider musste ich aus rechtlichen Gründen die auch im Buch vorkommenden Beiträge von meinem Blog deaktivieren. Aber nun gibt es ja das Buch, also bitte fleißig kaufen. Für mich selbst springt dabei übrigens nur weniger als ein Euro pro Exemplar heraus. So konnte ich trotz besserer Druckqualität einen Preis von unter 16 Euro schaffen. Jedenfalls, reich werden geht anders. Mir ging es vor allem um das Gefühl, ein Buch geschrieben zu haben. Das wäre hiermit geschafft.

Gruß an alle von Capt’n Mo

 

Ab in den Einkaufswagen

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Im Test: Spare Ribs von Lidl

Spare Ribs sind ein denkbar unkompliziertes BBQ-Gericht: vier Stunden langsam garen, Sauce drauf, fertig. Mal sehen, ob das auch bei diesem Convenience-Produkt von Lidl funktioniert. Ich habe es in der Geschmacksvariante „Maple Hickory“ gekauft.

Spare Ribs müssen weich sein, aber noch Biss haben

Zusammen mit Pulled Pork und Beef Brisket gehören die Spare Ribs zu den drei beliebtesten amerikanischen Barbecue-Speisen. Sie haben eines gemeinsam: für die originale Zubereitung benötigt man viel Zeit. Im Gegensatz zu einem Steak haut man hier nicht einfach das Fleisch auf den Grill, sondern man lässt es bei recht niedriger Temperatur langsam vor sich hin garen. Nimmt man es mit dem amerikanischen Vorbild sehr genau, dann heißt „niedrig“ soviel wie 108 Grad Celsius. Es macht aber nur wenig Unterschied, wenn man sich stattdessen auf einen etwas höheren Temperaturbereich von 110 bis 120 Grad einschießt. Man kann auf dem Grill und auch im Backofen eh nicht gradgenau garen, daher passt das schon.

Lidl Spare Ribs in Plastikpackung

Was man auch machen kann: einmal in den „sous vide“ Bereich hineinlunzen. Denn diese Gartechnik besagt, dass man das Fleisch am besten gleich im Wasserbad bei einer Temperatur garen lässt, die seiner später gewünschten Kerntemperatur entspricht. Das ist stressfrei, aber es dauert natürlich viel länger, bis die Endtemperatur erreicht ist. Bei Ribs würde ich 80 Grad einstellen, die recht schnell erreicht sind, aber eben auch über viele Stunden aufrecht gehalten werden müssen. Das Ergebnis ist dafür ein sehr saftiges und zartes Fleisch. Röstaromen gibt es im Wasserbad natürlich keine, aber das lässt sich ja vor dem Baden oder auch danach noch korrigieren. Und damit bekomme ich auch so langsam die Kurve zum Testobjekt dieses Beitrags: den Spare Ribs von Lidl.

 

 

Full Slab heißt die Leiter

Convenience Food im BBQ-Bereich ist vorgegart. Das ist ja das conveniente daran. Man spart sich also einige Stunden Wartezeit und braucht, wie in diesem Fall auch, die Rippchen bloß noch für eine halbe Stunde in den Backofen zu legen. Die Spare Ribs kommen in einer Kartonverpackung daher, in welcher die eigentlichen Ribs eingeschweißt in Plastikfolie liegen. Und es ist noch ein kleines Päckchen Sauce mit Maple-Hickory-Geschmack dabei. Beim Fleisch handelt es sich um eine vollständige „Leiter“, oder wie es der Amerikaner nennt ein „Full Slab“, also eine „ganze Platte“. Ein spezieller Zuschnitt („Cut“) wie z.B. „St. Louis-Cut“ oder „Kansas City Cut“ ist nicht vorhanden. Rippchen kann man generell unterteilen in „Spare Ribs“, so wie die hier vorliegenden. Oder in die kürzeren „Baby Back Ribs“. Die haben auf ihrer Oberseite mehr Fleisch und sind deswegen meist auch etwas teurer. Die rohen abgepackten Ribs beim REWE in der Kühltheke sind meistens Baby Backs. In Deutschland kann man sich all diese Feinheiten eigentlich sparen zu erwähnen, denn bei uns werden die Ribs fast immer so sauber abgekratzt von Fleisch verkauft, dass kaum noch etwas an den Knochen hängt (siehe REWE) und deshalb darf man sie auch nicht stundenlang garen. Bei den Lidl-Ribs ist das zum Glück nicht so, sie haben noch genug „Fleisch auf den Rippen“. Sie werden vom Hersteller (Gustoland, wie auch die anderen hier getesteten Produkte) so zugeschnitten, dass man ein Verhältnis von ca. 50/50 Fleisch zu Knochen hat. Was wäre ich froh, wenn sie diesen Zuschnitt auch roh bei Lidl verkaufen würden!

Lidl Spare Ribs ausgepackt

Die Rippchen ertrinken in Marinade

Wie beim Brisket aus meinem anderen Test, so wecken auch hier die gekochten Schweinerippchen erstmal keinen Appetit, da sie blassrötlich und etwas wabbelig daherkommen. Das Fleisch besteht laut Zutatenliste aus 10% Marinade und die kommt einem beim Öffnen der Plastikverpackung sogleich entgegen. Meine Packung hatte ein Verkaufsgewicht von ungefähr einem Kilogramm, das sind dann abzüglich der Marinade etwa 900 Gramm Ribs. Ohne die Knochen erhält man also ein knappes halbes Kilogramm Fleisch.

Das erste, was man beim Auspacken riecht, ist nicht Fleischgeruch, sondern ein starkes Aroma von Kreuzkümmel. Das verwundert doch etwas, denn mit diesem Geruch verbindet man eher die arabisch-indisch-asiatische Ecke. Der Rest der Marinade sieht aus wie stückige Tomatensauce mit Zwiebeln. Gar nicht mal so schlecht, aber eine typisch amerikanische BBQ-Marinade ist das nicht. Dann fällt noch auf, das recht viel Gelee in der Packung ist, was sich gut durch den Herstellprozess erklären lässt. Denn diese Ribs haben in ihrem Leben noch keinen Grill gesehen sondern wurden mit an 100% Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in ihrer Plastikverpackung gegart.

Lidl Spare Ribs Inhaltsangabe

Wie oben schon erwähnt, ist das beim Sous Vide Verfahren gang und gäbe und bietet sich also auch hier in der industriellen Fertigung an. Im Verlauf des Garprozesses löst sich das im Fleisch enthaltene Kollagen langsam auf und sammelt sich als Gelee in der Packung. So wie bei Dosenwurst auch. Um es vorwegzunehmen: der Konsistenz des fertig zubereiteten Fleischs merkt man das im positiven Sinne an. Es ist zart, aber nicht übergart.

Nur kurz geht es in den Ofen

Laut Anleitung soll die Rippe bei 150 Grad Umluft mit der „Biegung nach unten“ auf das Backblech gelegt werden. Fragt sich nun, wie man das interpretieren soll. Richtig ist jedenfalls, die konvexe Seite nach oben und dementsprechend die konkave Seite nach unten zeigen zu lassen. Oder in einfacher Sprache ausgedrückt: wie ein auf dem Kopf stehendes „U“.

Lidl Spare Ribs mit BBQ Sauce

Da es zu hause im Backofen nur auf das „Finish“ ankommt, habe ich mir erlaubt, das Leiterchen mit einem Küchenpapier so trocken zu reiben, wie möglich. Wichtig sind ab jetzt nur noch die Röstaromen, die über die Hitze erzeugt werden. Gegart ist das Fleisch ja schon auf den Punkt. Daher habe ich auch den Ofen höher gestellt und konnte so eine schön gleichmäßige Bräunung feststellen. Nach etwa 20 Minuten streicht man die beiliegende Sauce auf die Oberseite und lässt sie noch einmal für 5 Minuten im Ofen karamellisieren. Das funktioniert erstaunlich gut und auch der Geschmack der „Hickory“ Sauce ist prima.  Alternativ kann man sich natürlich auch seine eigene Sauce draufschmieren.

Lidl Spare Ribs auf Backblech

Not too bad, aber ein bisschen too much

Nach insgesamt einer halben Stunde sind die Spare Ribs von Lidl dann fertig und können serviert werden. Die Konsistenz des Fleisches ist wie schon erwähnt sehr gut. Es fällt noch nicht komplett vom Knochen sondern hat sich einen letzten Rest „Biss“ bewahrt. Die Knochen lassen sich leicht herauslösen. Was den Geschmack angeht, so bin ich geteilter Meinung: original amerikanisch ist er nicht. Dafür bringt die Marinade die falschen Aromen mit und auch der pure Fleischgeschmack tendiert durch das Kochen zu sehr in Richtung Dosenfleisch. Aber die Maple-Hickory-Sauce reißt das wieder ein Stück weit heraus und gibt den Ribs zumindest ansatzweise ein smokey Aroma. Für meinen Geschmack ist das alles viel zu dick aufgetragen. Hier hätte es ein bescheidener, trockener Rub aus Salz und Pfeffer während des Garprozesses auch getan. Danach könnte man die Ribs trocken reiben, im Backofen rösten und schließlich mit BBQ-Sauce bepinseln. Aber insgesamt bin ich von dieser Lidl-Kreation doch recht positiv angetan.

Lidl Spare Ribs fertig serviert

Ein abschließender Kommentar noch. Der eine oder andere wird jetzt vielleicht „too much information“ stöhnen, aber eines sollte nicht verschwiegen werden: wessen Verdauung sich mit industriell hergestellten Lebensmitteln schwertut, wird hier einen Volltreffer landen. Aber so eine rituelle Darmreinigung kann ja auch der Anfang einer wunderbaren Fastenwoche sein!

Ab in den Einkaufswagen

Diese Rippchenhalter sind praktisch, wenn man viele hungrige Esser mit Ribs versorgen möchte. Denn so passen mehr in den Ofen, bzw. auf den Grill. Früher konnte man die Abtropfhalterung von IKEA verwenden, die gibt es aber leider nicht mehr. Das hier verlinkte Teil kommt dem noch am nächsten.

Magic Dust ist als basic Rub immer sinnvoll. Man kann es aber auch leicht selber mahlen und mischen.

Und für das Finish (das „Glaze“ auf den Ribs) empfehle ich diese leckere und preiswerte Sauce.

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Mo’s Empfehlung für Leser, die sich für „Spare Ribs von Lidl“ interessieren:

Im Test: Bacon Bomb von Lidl

Warum ich ständig bei Lidl zu diesen schrecklichen BBQ-Convenience Produkten greifen muss? Keine Ahnung, es überkommt mich einfach. Diesmal im Geschmackstest: die „Bacon Bomb mit BBQ-Käsefüllung und feinen Jalapenos“. Wie weit entfernt ist sie von einer authentischen Bacon Bomb?

Woher der Name kommt, erschließt sich recht schnell. Der mit Speck umwickelte Hackfleischklumpen sieht wirklich aus wie eine kleine Bombe. Das trifft auch auf die Kalorien zu, denn hier geht es nicht um ein zartes Lendenstück oder um eine magere Putenbrust sondern um deftiges Hackfleisch, gefüllt mit Käse und umwickelt mit schön fettigem Bacon. Wer möchte, glasiert das ganze noch am Ende mit süßer BBQ-Sauce und spätestens dann gerät die Bauchspeicheldrüse an ihre Grenzen! Aber was wäre ein zünftiges Barbecue ohne Insulinkollaps.

Die gekaufte Bacon Bomb

Doch nun zu dem, was uns Lidl (bzw. Gustoland, wie auch das Pseudo-Brisket aus meinem letzten Test) als Bacon Bomb schmackhaft machen will. Zunächst fallen die immer wieder lustig klingenden phantastischen Markennamen auf, diesmal „MCENNEDY“ mit dem Untertitel „Slow Cooked“. Was bei einer Bacon Bomb zwar keine Rolle spielt, aber gut in den Hype rund um die „low and slow“ Thematik passt. Nach dem Auspacken liegt die Bombe gut in der Hand und würde sich prima als Wurfgeschoss eignen.

Der Inhalt ist dermaßen fest und kompakt, dass man zunächst glaubt, das Ding wäre noch tiefgefroren (ist es nicht, denn es stammt aus dem Kühlregal). Entfernt man die Plastikverpackung, die alles luftdicht umschließt, kommt ein bleiches und nach Corned-Beef riechendes Etwas zum Vorschein. Dieses Etwas hat, nachdem es in seiner Verpackung eingeschweißt und gekocht wurde, noch reichlich Schweineglibber um sich herum gebildet. Das ist an sich nichts ungewöhnliches, nur stammt das Gelee normalerweise aus Teilen, die man eher nicht im Hackfleisch vermuten würde wie z.B. alles, was unter „Snuten un Poten“ läuft. Aber sei’s drum, Nose to Tail ist ja auch gerade wieder hip.

Da man auf ein Rub verzichtet hat, kommt wieder meine Eigenkreation zum Einsatz, eine Variante von „Magic Dust“ (nicht zu verwechseln mit „Angel Dust„). Eine Mischung, die sich auf Ribs, Pulled Pork und natürlich auch auf einer Bacon Bomb hervorragend macht. Dann ab damit in den Backofen bei 180 Grad Umluft und kucken, was passiert.Oben sieht man das Ergebnis: das harte gekochte Hackfleisch ist nach dem Backen noch härter geworden und die flüssige Füllung aus Käse mit BBQ-Sauce verteilt sich nach dem Anschneiden direkt ins Nirvana! Da hätten sich die Food-Ingenieure bei Gastroland mal ein bißchen mehr Mühe geben dürfen. Ganz schlecht schmeckt es nicht, das muss man dem Teil lassen. Die Geschmacksnerven werden mit einer Menge an Additiven überschüttet, ähnlich wie wenn man eine Tüte Chips auf ex leert.

Theoretisch enthält die Käsefüllung auch die erwähnten „feinen Jalapenos“. Bei genauerer Betrachtung liegt deren Menge jedoch nur bei 0,4% des Anteils der Füllung. Diese hat wiederum 8% Anteil am Gesamtgewicht von 450 Gramm der Bacon Bomb. Falls mich die Prozentrechnung jetzt nicht im Stich gelassen hat, sind das also absolut gesehen 0,144 Gramm an feinen Jalapenos. Wenn man bedenkt, dass eine einzelne Schote etwa 10 Gramm wiegt, dann enthält die gesamte Bomb weniger als ein hauchdünnes Scheibchen einer Jalapenoschote.

Eine authentische Bacon Bomb selber machen

Genug herumgekrittelt, solche Tricksereien sind in der Lebensmittelindustrie die Norm, da muss man sich nichts vormachen. Wer eine wirklich gute Bacon Bomb selber machen möchte, kann das mit diesem Rezept hier tun:

1. Man nehme Hackfleisch nach Wunsch, was Menge, Fleischart und Qualität angeht, verknete es mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Geschmack und bereite daraus einen rechteckigen Fladen. Diesen legt man auf ein Backpapier.

2. Darauf drapiert man Käsestreifen und etwas Gemüse für das gute Gewissen. Hier Paprikawürfel. Mit Hilfe des Backpapiers rollt man den Fladen zusammen, so dass man eine kompakte und dichte „Bombe“ erhält.

3. Ebenso kaufe man einige Päckchen Frühstücksspeck („Bacon“) und flechte aus den Scheiben ein Netz. Als Unterlage dient wieder ein Backpapier, das uns später wieder beim Einrollen gute Dienste leisten wird. Sehr zu empfehlen ist übrigens der Bio-Bacon von Alnatura, der ein herrliches Raucharoma hat.

4. Nun findet die „Hochzeit“ statt, das heißt wir müssen die nackte Bombe irgendwie heil auf das Bacon-Netz bugsieren. Hierfür habe ich leider keinen Tipp.

5. Jetzt kommt der einfachste Teil: mit Hilfe des Backpapiers wird der Speck schön eng um das Hackfleisch gelegt. Aufpassen, dass aus der Bombe keine Käsestücke herausschauen, denn sonst endet die Füllung im Grill.

6. Wer es besser machen möchte als ich, strickt sich mit ein paar Extrascheiben Bacon alle Löcher schön dicht. Danach bestreut man die Bombe mit dem Rub und schon kann sie in den Ofen.

7. Bei mir kam die Bombe auf den Kugelgrill statt in den Backofen. Das ist besser für den Geschmack aber grundsätzlich kann man das Rezept auch im Backofen machen. Bei der Kerntemperatur ist Vorsicht geboten, denn diese sollte nicht über 70 Grad Celsius liegen, also bitte immer das Thermomenter im Auge behalten. So eine dicke Bombe gart noch mindestens 2 Grad nach, auch wenn sie schon vom Grill genommen wurde, das gilt es zu beachten. Über die Garzeit sage ich hier bewusst nichts, denn diese kann je nach Dicke der Bombe und Temperatur im Garraum sehr unterschiedlich sein. Die hier abgebildete Bombe brauchte noch nicht mal eine Stunde, die nächste und doppelt so große dagegen 1,5 Stunden.

Wie man gut erkennen kann, bleibt ein „richtiger“ Käse noch halbwegs fest, wenn die Bacon Bomb fertig gegart ist und aufgeschnitten wird.  Das Hackfleisch ist saftig, der Bacon knusprig und die Füllung im Prinzip ganz nach Geschmack modifizierbar. So eine Bomb eignet sich auch hervorragend, um auf Bestellung zur nächsten Grillparty mitgebracht zu werden. Einfach in Alufolie wickeln und in einer Isolierbox transportieren. So hält sie locker zwei Stunden warm oder kann auch ganz einfach im Backofen oder Dampfgarer vor Ort noch einmal aufgewärmt werden.

Wer sich einmal an der Herstellung von Bacon selber versuchen möchte, findet hier bei AmazingRibs.com einige Rezepte. Beim deutschen BBQPit.de findet man ein sehr ausführliches Rezept für die Bacon Bomb in den unterschiedlichsten Varianten. Die Seite ist zwar vollgestopft mit „Produktempfehlungen“, aber die Kommentare zu den einzelnen Rezepten sind sehr aufschlussreich und Fragen werden vom Autor kompetent beantwortet. Also Daumen hoch für diese Webseite zum Thema BBQ, der besten deutschsprachigen, wie ich finde.

Ab in den Einkaufswagen

Wer sinnvolle Produkte rund um die Bacon Bomb kaufen möchte, kann das hier tun.

Magic Dust, der immer wieder zu Einsatz kommende basic Rub. In der Großpackung spart man 1/3 vom Preis.

Für das Finish (das „Glaze“ obendrauf) empfehle ich diese leckere und preiswerte Sauce.

Wissenschaftliche Grundlagen des Grillens & BBQ, praxisnah erklärt von „Meathead“ Goldwyn, der hier mit einigen Mythen aufräumt.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

Mo’s Empfehlung für Leser, die sich für „Bacon Bomb“ interessieren:

Frankfurter Grüne Sauce – im Bier und im Kräuter Gin

Im April beginnt in Hessen und Umgebung die Grüne-Saucen-Zeit. Wer möchte, kann sie nun auch im Bier oder als Kräuter Gin zu sich nehmen. Die Brauerei Glaabsbräu aus Seligenstadt und die Brennerei Henrich aus Kriftel verkrauten erfolgreich ihre Getränke.

Triggerwarnung an alle woken Schneeflöckchen: in diesem Artikel geht es um Alkohol. Viel Spaß!

Kaum taut der letzte Schnee, schon giert der Frankfurter nach dem ersten Kräuterpäckchen für Grüne Sauce auf dem Wochenmarkt. Und da es heutzutage keine ungestillten Bedürfnisse mehr geben darf, wird man dort auch schnell fündig: dicke, pralle Packungen mit Kräutern für die Grüne Sauce und das schon Ende März oder Anfang April, wie es die Tradition befiehlt. Vor langer Zeit habe ich einmal gelernt, dass unter einer Durchschnittstemperatur von 11°C nichts wächst, aber sei’s drum.  Irgendwann liest die erste Hausfrau das Kleingedruckte und echauffiert sich darüber, dass die „echte Grie Soß“ zusammengestellt wurde mit Kräutern aus Italien, Spanien, Marokko oder sonstwoher. Ei Muddi, wo soll des Zeusch um die Zeit auch sonst wachse…? In Hesse sischerlisch net, noch netmal im Gewächshaus!

Woher kommt das Kraut?

Aber kurz darauf ist es dann soweit und es finden sich die ersten „biodeutschen“ Kräuter in den Packungen, was en Glick. Dass die auch jetzt nicht alle aus Oberrad stammen können ist eh klar, denn so verrückt wie der Frankforter auf sein Sößchen ist, reichen die hier produzierten Mengen bei weitem nicht aus. Was en Zerkus um die ollen Kräuter!

 

Überhaupt die Kräuter, welche müssen denn nun offiziell rein in die original Frankfurter Grie Soß? Die Oberräder Kräutergärtner haben hier klare Regeln (bloß kein Dill!) und über ihren „Verein zum Schutz der Frankfurter Grünen Soße e.V.“ haben sie es sogar geschafft, sich die Herkunftsbezeichnung schützen zu lassen. Da steht sie nun zwischen Nürnberger Rostbratwürstchen und Abensberger Spargel und freut sich über ihren geschützten Namen. Die genaue Zusammensetzung wird dort übrigens nicht erwähnt. Und wer das „Frankfurter“ weglässt, kann soviel Grüne Sauce produzieren, wie er will. Das ganze wirkt schon ziemlich ideologisch aufgeblasen, was man auch daran erkennt, dass sich die Wikipedia Gemeinde nicht auf einen gemeinsamen Eintrag für die Grüne Sauce einigen kann (hier vs. hier).

Jetzt aber zum eigentlich Anlass dieses Artikels, der sich in etwa so umreißen lässt: Grüne Sauce und Alkohol! Schon seit ein paar Jahren destilliert die Krifteler Brennerei Henrich einen wohlschmeckenden Kräuter Gin  (offiziell ist es ein Dry Gin) namens „Gin Sieben„. Auf deren Webseite erfährt man alles Wissenswerte, so dass ich es hier nicht wiederkäuen muss.

So schmeckt der Kräuter Gin

Prinzipiell kann man in den Kräuter Gin an „Botanicals“ fast hineinwerfen, was man möchte. Wichtig ist aber die Unterscheidung zwischen „Dry Gin“ und anderen Gin-Arten, denn Dry Gin ist aufwändiger in der Herstellung. Hierbei muss der Alkohol mitsamt den Botanicals versetzt werden und wird erst danach gebrannt. Im Gegensatz dazu steht der mehr einem Aufgesetzten ähnelnde „Bathtub“ Gin, bei welchem der bereits gebrannte Alkohol erst nachträglich mit den Botanicals versetzt wird. Wer es genauer wissen will, wird hier fündig. Der Gin Sieben schmeckt trocken und nach den Kräutern der Grünen Sauce, aber nie aufdringlich. Am liebsten trinke ich ihn mit Tonic, dort verbindet sich das Grüne mit dem leicht Bitteren. Sehr lecker. Kaufen kann man ihn im Hessen-Shop, wo es auch weiteres sinnvolles Zubehör für Grüne-Saucen-Fanatiker gibt, z.B. Schalen und Teller mit Motiven der sieben Kräuter. Oder natürlich über meinen Amazon-Einkaufswagen weiter unten.

So schmeckt das Kräuter Bier

Etwas jüngeren Datums ist das „Grie Soß“ Bier der Seligenstädter Brauerei „Glaabsbräu“. Genaugenommen darf man hier nur von einem „Biermischgetränk“ sprechen, weil die Bayern bei der Erfindung des Deutschen Reinheitsgebots für Bier vor 100 Jahren offenbar vergessen haben, die berühmten sieben Kräuter mit aufzunehmen. Beworben wird es zwar als „wenig hopfig“, für meinen Geschmack geht es aber immer noch stark in die Richtung norddeutscher Biere, die mir ganz einfach zu bitter sind. Das Aroma der Kräuter ist mild und anregend. Nach dem dritten Schluck merkt man es kaum noch, also kein Vergleich mit zum Beispiel Rauchbieren, die einen auch beim letzten Schluck noch denken lassen, man säße mitten in der Räucherkammer. Sowohl die Seligenstädter als auch die Krifteler merken zu ihren Grüne Saucen Produkten an, dass sie den Anteil des Schnittlauchs in der Kräutermischung stark reduziert haben. Es wäre doch mal interessant zu wissen, wie zwiebelig und intensiv ein Schnittlauch-Bier oder -Gin schmecken würde…

In diesem Sinne: Hopfen und Malz, Gott erhalt’s, aber vergiss net die sieben Kräuter dazu!

Ab in den Einkaufswagen

Wer die hier erwähnten Produkte kaufen möchte, kann das über folgende Links tun (das Glaabsbräu mit Grie Soß ist leider nur saisonal verfügbar):

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen.

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