Segeln auf der Ostsee 16: Zurück in Rendsburg

„Hier nun die letzte Rundmail zu meiner Ostseereise. Wo war ich letztes Mal stehen geblieben – in Middelfart. Da war Sandro noch an Bord und wir sind wieder in Richtung heimische Gewässer gefahren. Zunächst waren wir auf der Insel Aarö, danach in Sonderborg. Dort hatten wir einen schönen Platz direkt an der großen Pier im Stadthafen.

An diesem Tag war auch ordentlich Wind, die Zelda lag bis zu den Relingstützen im Wasser. Am folgenden Tag war eigentlich auch wieder Wind angesagt, der kam nicht, stattdessen Flaute. So sind wir per Motor nach Damp durchgefahren, obwohl wir zunächst Kappeln geplant hatten.

Diese Unsicherheit, was das Wetter betrifft hat sich über meinen ganzen Törn gezogen: es war fast nie wie vorhergesagt. Da hilft nur, morgens den Kopf aus der Luke zu strecken und selber zu schnüffeln, ob der Wind nun kommt oder nicht. Das dumme ist nur, dass alle Mitsegler irgendwann wieder an einem bestimmten Ort sein müssen, um Heim zu fahren. Und so kommt es, dass man einen angeblichen Starkwindtag im Hafen verplempert, wenn ganz normaler Wind ist. Und dann im Gegenzug rausfährt und eins auf die Mütze bekommt, obwohl nur wenig Wind angesagt ist.

Sandro ist dann vorletzten Samstag heimgefahren, nachdem wir sein Auto aus Nyborg geholt hatten und noch zusammen nach Kiel/Schilksee gesegelt (motort) sind. Schon lustig, wie schnell man ohne Boot unterwegs sein kann.
Danach kamen meine Eltern mit ihrem Wohnwagen nach Schilksee. Wir waren auf der Kieler Förde segeln und sind dann zusammen durch den Nord Ostsee Kanal nach Rendsburg gefahren. Hier liege ich nun auf der Rader Insel und warte auf meinen Krantermin am kommenden Mittwoch. Bis dahin rödel ich noch am Boot herum und bringe es auf Hochglanz.

Zum Abschluss noch einige Gedanken zu allen Mitseglern der letzten Wochen :-)

  • Jürgen: Wir haben zusammen die größte Strecke zurückgelegt. Von Damp nach Skanör. Und ich habe von ihm viele Tipps zum Segeln bekommen, danke dafür!
  • Tristan: Ein schöner Landausflug ins Kriegsmuseum bei Rödvig, ansonsten entspanntes Segeln. Leider nur eine knappe Woche an Bord gewesen.
  • Ulli: Steht morgens zum Brötchenholen schon um halb sieben vorm Supermarkt, bevor der öffnet. Zwei Tage gegen Wind und Welle motort und trotzdem hat er immer sein Mittagsschläfchen bekommen.
  • Sandro: Hat in seinen zwei Wochen fast nur Sonne gehabt und somit 90% der Sonnenzeit meines gesamten Törns abgesahnt. Dafür keinen Fisch geangelt, sondern Miesmuscheln, Tang und einen Seestern.
  • Meine Eltern: Wissen jetzt, wie das so ist in einem kleinen Segelboot: es schaukelt.

Ein großes Dankeschön an alle, die mich begleitet haben!“

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Dem ist nichts hinzuzufügen. Mal selber sehen, wie das bald weitergeht.

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