Im Test: „The Wonder: Chunks und Grill Spieße“ sowie „Vantastic: Grillmix Platte“

von Mo

Man bekommt allein schon einen Knoten in die Zunge, wenn man versucht, diese pseudohippen Produktnamen auszusprechen. Ob man auch einen Knoten in den Magen bekommt, zeigt dieser Test.

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Sämtliche Supermärkte bieten mittlerweile Fleischersatzprodukte an. Bei Aldi schlug ich nun zu, um verschiedene Sorten auf ihre Grilltauglichkeit zu überprüfen. Weniger für mich als bekennenden Fleischliebhaber als für Freunde und Verwandte, die es teilweise vorziehen, kein Fleisch zu essen. Im Test also diesmal:

Von „The Wonder“ die „Chunks – Döner Style“ und „Grill-Spieß Tikka“

Mann, sieht das schon in der Packung lecker aus… nein, das tut es natürlich nicht. Aber nach dem Grillen sollte es später ganz ansehnlich werden. Ich kaufe eigentlich nur noch Veggie- und Veganprodukte, die aus irgendeiner Form von Protein bestehen. Dieses kann aus Weizen und Soja wie hier oder auch aus Erbsen stammen. Über das Protein ist es möglich, eine Konsistenz ähnlich der von Fleischfasern zu erhalten. Das gibt ein angenehmes Bissgefühl und erinnert tatsächlich ziemlich gut an echtes Fleisch. Die „Wonder Chunks“ hat man in die Form von Dönerfleisch gezupft und mit einer passenden Marinade versehen. Die „Wonder Spieße“ sind in Würfelform gepresst (daher „Tikka“, was soviel wie „Stücke“ heißt) und etwas indisch angehaucht.

Von „Vantastic Foods“ die „Grillmix-Platte“

Wer nach Kroatien fährt oder in ein deutsches Jugo-Restaurant geht, bestellt als Fleischesser mit hoher Wahrscheinlichkeit den Klassiker: eine Grillplatte! Mit dieser Erwartung sollte man sich der veganen Aldi-Grillplatte lieber nicht nähern. Zum einen reicht sie für einen hungrigen Kroaten gerade mal als Vorspeise. Und zum anderen haben sich vier kleine, bleiche Nürnberger (oder Mini-Weißwürste?) darauf verirrt.

Während die anderen Fleischnachbauten dank Protein recht fleischähnlich wirken, kann die Vurst nicht mithalten. Das kann zwar eigentlich Stand Heute generell keine vegane Wurst, aber hier fällt es doch sehr auf. Geschmacklich ist sie wie eine typische Bratwurst gewürzt, also mit reichlich Majoran. Damit sie einigermaßen ihre Form behält und nicht komplett auseinander wabbelt (eine anständige Wurstpelle habe ich noch an keiner Vurst gesehen), wird sie durch Weizen- und Citrusfasern zusammengehalten. Das nenne ich mal nachhaltige Abfallverwertung! So wird es schließlich auch mit den günstig angebotenen Kichererbsen-Dipps gemacht: die Fasern binden das Wasser und halten damit das Gewicht und den Preis hoch. Als Veganer oder Vegetarier dürfte man allerdings leidgeprüft sein, denn stark verarbeitete und mit reichlich Zusatzstoffen aufgepeppte Lebensmittel sind hier normal.

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In anderen Berichten zu Produkten dieses Herstellers wird freudig erregt vermerkt, wie wenige Zusatzstoffe sie enthalten. Wer das glaubt, sollte schlicht und einfach mal die Verpackung umdrehen und sich den dort abgebildeten Roman aufmerksam durchlesen:

Ab auf den Grill mit dem Vleisch

Wie schlagen sich die Vleischsorten denn nun auf dem Grill? Hier mal ein Suchbild, zusammen mit klassischen Bratwürsten und Grillgemüse:

Wenn man den Fleischersatz kurz und scharf angrillt und danach etwas ziehen lässt, ist er durchaus zu gebrauchen. Nur die Würstchen machen wieder Probleme… erst wollen sie nicht bräunen, kurz darauf sind sie schwarz. Aber der Rest ergibt zusammen mit dem schmackhaft marinierten Grillgemüse eine leckere Mahlzeit!

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